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Di., 04.10.2016

Nach Bluttat in der Südstadt fahndet Polizei mit internationalem Haftbefehl Am Hauptbahnhof verliert sich die Spur

Die Paderborner Polizei sperrte den Hinterhof komplett ab. Der Tatort war eine Wohnung in einem mehrgeschossigen Gebäude an der Borchener Straße nahe Westerntor.

Die Paderborner Polizei sperrte den Hinterhof komplett ab. Der Tatort war eine Wohnung in einem mehrgeschossigen Gebäude an der Borchener Straße nahe Westerntor. Foto: Jörn Hannemann

Paderborn (WB/pic). Mit einem internationalen Haftbefehl fahnden Mordkommission und Staatsanwaltschaft nach Faruk Kiskanc.  Der 56 Jahre alte Türke steht im Verdacht, am vergangenen Donnerstagmittag seinen Vermieter (69) in der Paderborner Südstadt getötet zu haben. Kiskanc ist auf der Flucht. Die Polizei vermutet, dass er sich zu Angehörigen in der Türkei absetzen will oder bereits abgesetzt hat.

Bei den Ermittlungen konkretisierten sich für die Kriminalbeamten der Mordkommission »Borchen« Hinweise, dass sich Familienmitglieder des Gesuchten in der Türkei aufhalten sollen. Daher entschied sich Kriminalhauptkommissar Markus Mertens, der Leiter der Mordkommission aus Bielefeld, gemeinsam mit dem Paderborner Staatsanwalt Fabian Klein, die Bundespolizei einzuschalten, um beispielsweise Flughäfen in die Fahndungsmaßnahmen einzubeziehen.

Faruk Kiskanc wird gesucht. Foto: Polizei

Bereits am vergangenen Freitag fand die Obduktion des Opfers statt. Mehrere Messerstiche führten zum Tod des 69-Jährigen in der Südstadt. Während der Spurensicherung fanden die Beamten die mutmaßliche Tatwaffe in der Wohnung in der Borchener Straße.

Mantrailer-Diensthund an Suche beteiligt

An den ersten Fahndungsmaßnahmen war auch ein Mantrailer-Diensthund eingesetzt. Dieser verfolgte die Fährte des Flüchtigen Faruk Kiskanc, von dessen Wohnung bis zum Hauptbahnhof Paderborn. Weil sich die Spuren im Bereich des Bahnhofes verlieren, besteht die Möglichkeit, dass sich der Gesuchte mit einem Zug in unbekannte Richtung entfernt hat. Er besitzt einen Schwerbehindertenausweis und benötigt kein Ticket für öffentliche Verkehrsmittel.

Bislang gingen bei der Polizei nur wenige Hinweise zu dem Tötungsdelikt und dem Tatverdächtigen ein. Wer Angaben zum Aufenthaltsort des Gesuchten Faruk Kiskanc machen kann, sollte die Polizei zu informieren:

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