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Mo., 31.10.2016

Kloster Dalheim: Präses Annette Kurschus bei der Eröffnung Ausstellung »Luther 1917 bis heute« eröffnet

LWL-Direktor Matthias Löb (rechts) und Museumsleiter Dr. Ingo Grabowsky begrüßen Präses Annette Kurschus in Kloster Dalheim.

LWL-Direktor Matthias Löb (rechts) und Museumsleiter Dr. Ingo Grabowsky begrüßen Präses Annette Kurschus in Kloster Dalheim. Foto: Stienecke

Von Manfred Stienecke

Lichtenau(WB). Mit einem Grußwort der höchsten Repräsentantin der Evangelischen Kirche von Westfalen, Präses Annette Kurschus, ist am 30. Oktober die Ausstellung »Luther 1917 bis heute« in Kloster Dalheim eröffnet worden.

Vor gut 300 Gästen im überfüllten Neuen Schafstall der ehemaligen Klosteranlage zollte sie dem Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) als Träger des Museums und der Stiftung Kloster Dalheim höchste Anerkennung für die inhaltliche Ausrichtung der Schau, die das Bild und die Wahrnehmung des Reformators in den vergangenen 100 Jahren in den Blick nimmt. »Sich dem zeitlich so fernen Martin Luther zu stellen, ist eine richtige und lohnende Aufgabe für das Jubiläumsjahr«, betonte sie.

Mit Luther wende sich das Museum einem der meist abgebildeten Personen seiner Zeit zu, sagte LWL-Direktor Matthias Löb. »Heute wäre er wahrscheinlich ein Facebook-Star.« Der Landschaftsverband sei stolz darauf, eine der ersten großen Ausstellungen zum Luther-Gedenkjahr und die größte im Westen Deutschlands präsentieren zu können. »Ohne die Hilfe der Evangelischen Kirche hätten wir diese Schau so nicht auf die Beine stellen können.«

Luthers Stärke liege in seiner Art, »unmittelbar zu uns zu sprechen«, meinte Annette Kurschus. Dabei sei der Mann, der 1517 mit der Veröffentlichung seiner 95 Thesen gegen die römische Kirche die Kirchenspaltung in Europa auslöste, eine durchaus ambivalente Persönlichkeit. »So nah er uns ist, so fremd ist er uns auch«, bekannte die evangelische Theologin. So gebe es von ihm »schockierende Äußerungen gegen die Bauern und gegen Zeitgenossen, die nicht seiner Meinung waren.« Zurückzuweisen sei heute auch sein »unsäglicher, in beispielloser Härte und Schärfe geäußerter Antijudaismus.«

Zu sehen sind die 300 Exponate bis zum 12. November 2017.

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