Zwei Männer schwer verletzt – 18-Jähriger weiter in Lebensgefahr
Festnahmen nach Messerstecherei am Paderborner Hauptbahnhof

Paderborn (WB/seb/pic/han/LaRo). Nach der Messerstecherei am Paderborner Hauptbahnhof am Freitagabend sind zwei tatverdächtige Männer (18/20) festgenommen worden. Das teilten die Staatsanwaltschaft Paderborn und die Polizei Bielefeld am Samstag kurz nach 17 Uhr mit. Zwei Männer (22/18) waren durch Messerstiche »erheblich« verletzt worden. Bei dem Jüngeren bestehe auch nach einer Notoperation akute Lebensgefahr.

Samstag, 25.02.2017, 17:43 Uhr aktualisiert: 26.02.2017, 12:01 Uhr
Mit Flatterband ist der Bereich vor dem Paderborner Finanzamt und der Agentur für Arbeit weiträumig abgesperrt. Zwei junge Männer haben sich bei einer Messerstecherei lebensgefährliche Verletzungen zugezogen. Foto: Jörn Hannemann
Mit Flatterband ist der Bereich vor dem Paderborner Finanzamt und der Agentur für Arbeit weiträumig abgesperrt. Zwei junge Männer haben sich bei einer Messerstecherei lebensgefährliche Verletzungen zugezogen. Foto: Jörn Hannemann

Zu der Auseinandersetzung zwischen den Gruppen sei es am Freitag gegen 19.15 Uhr an der Bahnhofsstraße gekommen. Nach Zeugenaussagen identifizierte die Polizei einen 18- und einen 20-Jährigen als tatverdächtig. Sie wurden festgenommen.

Spurensicherung ermittelt am Paderborner Hauptbahnhof

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Staatsanwaltschaft und Polizei gehen von einem versuchten Tötungsdelikt aus. In der Nacht hat eine zwölfköpfige Mordkommission der Bielefelder und Paderborner Polizei die Ermittlungen aufgenommen.

Streit eskaliert vor Fitness-Club

Die Bluttat ereignete sich nach Angaben der Feuerwehr an der Bahnhofstraße gegenüber des Bahnhofs. Auf dem Gelände vor einem Fitness-Club sollen mehrere junge Männer aneinander geraten sein. Schließlich sei der Streit eskaliert. Bei einer Prügelei soll schließlich mindestens ein Messer gezückt worden sein. Einer der schwer verletzten Männer habe sich noch Blut verschmiert bis vor das Finanzamt geschleppt, wo er zusammenbrach. Einzelheiten hatte die Polizei zunächst nicht mitgeteilt.

Der Rettungsdienst der Feuerwehr hat die zwei verletzten jungen Männer erstversorgt. Einsatzleiter Michael Beivers : »Beide wurden anschließend unter Notarztbegleitung in Paderborner Krankenhäuser transportiert.« Ein zufällig in der Nähe befindlicher Krankentransportwagen der Feuerwache Süd unterstützte als so genannter First Responder (Helfer vor Ort) die Erstversorgung. Die Feuerwehr war mit 18 Kräften im Einsatz.

Fußgängerweg abgesperrt

Die Bluttat hatte am Freitagabend für Aufregung gesorgt. Die Polizei war dort mit mehreren Streifenwagenbesatzungen im Einsatz und hatte den Fußgängerweg auf der gegenüber liegenden Straßenseite auf einer Länge von etwa 300 Metern abgesperrt.

Was sich dort genau ereignet hat, wollten die Polizisten vor Ort und auch Beamte in der Leitstelle in der Nacht nicht mitteilen. Sie verwiesen auf die Staatsanwaltschaft Paderborn , die in Zusammenarbeit mit der Mordkommission Bielefeld die Ermittlungen übernommen habe.

Polizisten hatten zwischen der Agentur für Arbeit und dem Finanzamt ein Zelt aufgebaut. Unter diesem lag eine Blut verschmierte Jacke. Abgesperrt war der Fußgängerweg zwischen Finanzamt und der Kreuzung Bahnhofstraße/Rathenaustraße.

Die Spurensicherung nahm noch in der Nacht ihre Arbeit auf. In ihren weißen Overalls hatten sie gegen 2 Uhr den abgesperrten Bereich abgesucht.

Kommentare

Wolfgang Brandt  schrieb: 26.02.2017 22:25
Fragen
Lieber John Glen,
möglichweise habe ich Sie missverstanden - nur um mir sicher zu sein:
1) Was meinen Sie mit dem mantrahaften Wiederholen des Satzes "Wir schaffen das" - im aktuellen Kontext kommt man nicht umher zu meinen, dass damit die Worte unserer derzeitigen Kanzlerin gemeint ist. Und diese stehen nunmal auch im direkten Kontext zur Zuwanderungsdebatte. Somit haben Sie meines Erachtens die Zuwanderungsproblematik thematisiert. Wenn ich falsch liege, korrigieren Sie mich gerne - sagen Sie, was sie meinen.
2) Über welches tun sollte ich konkret nachdenken - und welchen Personenkreis meinen sie mit "allen" und woher nehmen Sie die Sicherheit über diesen kausalen Zusammenhang.
3) "Und das kommt von rechts oder links?" - Bitte sagen Sie mir, worauf sich das Wort "das" bezieht, auf das Wort "Flüchtlingsproblematik" kann es wohl nicht sein und auch das vorher genannte Wort ist "Polemik", ebenfalls Femininum. Wenn ich Ihre Frage jedoch richtig verstehe, würde ich sie bejahen. Polemik kommt häufig von den äußersten Enden des demokratischen Spektrums und gießt nicht selten Öl ins Feuer. Eine Radikalisierung und Verrohung der hiesigen Gesellschaft wie auch der Zugewanderten wird die Folge sein.
Es wäre schön, wenn Sie die Fragen beantworten würden, wenn möglich ohne weitere unnötige Schärfe.
John Glen  schrieb: 26.02.2017 17:53
Polemik und Rechts oder Links
Lieber Herr Brandt
Sie sprechen die Flüchtlingsproplematik an,nicht Ich. Und das kommt von Rechts oder Links ???. Und Sie sollten über Ihr tun nachdenken. Da ist dann allen mit geholfen. Sie schaffen das. Gut das Sie einsehen das ein Richter recht spricht und nicht Sie.
Wolfgang Brandt  schrieb: 26.02.2017 11:51
Welche Geister hat wer gerufen?
Lieber John Glen,
wie Sie verklausuliert schreiben, spielen Sie wohl auf die Zuwanderungsproblematik an. Dazu ist folgendes zu sagen: Nach aktuellem Stand ist bekannt, wer die beiden Opfer sind. Wer hier unmittelbar Schuldiger ist benennen weder Sie noch ich, sondern in einem Rechtstaat immer noch der Richter.
Polemik dieser Art - ob sie wie in diesem Fall von rechts oder von links kommt - vermag in Ihrer Vereinfachung das Problem nicht zu lösen und führt nur zu mehr Eskalation. Dass einen solch eine Tat aufwühlt, ist verständlich. Nur vielleicht überdenken Sie Ihre Position und die Art der Kommunikation zu diesem Thema.
Gina Diedrich  schrieb: 25.02.2017 14:20
Messeattacke am Fitnessstudio
Eine grausame Tat zwischen mehrere Männer brach aus wobei Einer von ihnen das Messer zückte und stach wutendbrach zwei Männer. (s. Bericht)
Was genau die Ursache war vermöge die Polizei noch nicht bekannt geben.
Sie ermitteln im Hochdruck zusammen mit der Mordkommission Bielefeld wo sie hinzuzogen.
Es ist schrecklich was passiert war. Ich hoffe und bete das die Männer die schwer verletzt zusammen brachen überleben werden!
John Glen  schrieb: 25.02.2017 08:36
Wildwest Manieren
Die Geister die man rief wird man nicht mehr los. Aber wir schaffen das. Paderborn und einige andere Städte sind eben durch solche Straftaten,zu einem Pulverfass geworden. Ist der Ruf einer Stadt erst ruiniert lebst sich doch ganz ungeniert. Wir schaffen das.
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