Autobahn bei Paderborn in Fahrtrichtung Bielefeld gesperrt
Rettungskräfte auf A 33 zu Fuß zum Unfall

Paderborn (WB/pic). Die Autobahn 33 ist zwischen Paderborn-Zentrum und der Anschlussstelle Paderborn-Elsen nach einem Unfall gesperrt. Rettungskräfte mussten zunächst zu Fuß zum Unfallort, weil keine Rettungsgasse gebildet worden war, berichtet auch ein Autofahrer aus dem Stau dem WESTFALEN-BLATT.

Donnerstag, 23.03.2017, 10:55 Uhr aktualisiert: 24.03.2017, 06:56 Uhr
Rettungskräfte sind in Paderborn auf der A 33 zu Fuß im Einsatz, weil eine Rettungsgasse fehlt. Foto:
Rettungskräfte sind in Paderborn auf der A 33 zu Fuß im Einsatz, weil eine Rettungsgasse fehlt.

Schwerer Unfall auf der A33

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  • Foto: Jörn Hannemann
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Bei dem Unfall am Donnerstagvormittag sind drei Lkw hintereinander aufgefahren, so die Polizei. Ein Lkw-Fahrer (54) war eingeklemmt und musste von der Feuerwehr mit der Rettungsschere befreit werden.

Die alarmierten Rettungskräfte mussten zunächst über etwa 800 Meter zu Fuß zum Unfallort. Sie steckten selbst im Stau, weil keine Rettungsgasse gebildet worden war. Auch Tragen wurden zur Unfallstelle über die Autobahn geschoben.

Erst nachdem eine Betonbake entfernt worden war, konnte die Fahrzeuge am Stau vorbei bis zur Unfallstelle fahren. Ein Stau war auch Auslöser des Unfalls, bei dem ein Lkw auffuhr und zwei weitere dann ebenfalls auf das vorausfahrende Fahrzeug auffuhren. Zwei weitere Lkw-Fahrer wurden dabei verletzt.

Im Einsatz waren die Wachen Süd und Nord der Paderborner Feuerwehr mit 40 Einsatzkräften, zehn Fahrzeugen und drei Rettungswagen. Über mehrere Stunden musste die Autobahn gesperrt werden.

Kommentare

Ulrich  schrieb: 24.03.2017 11:10
Entgegen der Fahrtrichtung auffahren
Wenn die Fahrspur vollkommen dicht war, warum fährt man dann nicht von der nächtens Auffahrt entgegen der Fahrtrichtung zur Unfallstelle? In Baustellen sind fast nie freie Gasen in der Mitte möglich nach meiner Erfahrung
Springfloh  schrieb: 24.03.2017 10:31
Schade WB, in eurer Berichterstattung heute seit ihr nur kurz im letzten Absatz auf die Baustellensituation eingegangen. :( Mittlerweile liegen doch auch schon Statements von Rettungsdienstlern vor, die selbst die Begebenheiten vor Ort als unmöglich und zu eng kritisieren. Mich hätte hier wirklich noch einmal die offizielle Einordnung seitens der Polizei oder der Verwaltung interessiert.
Ich meine: Klar, kann man auch in engen Baustellen Rettungsgassen bilden, in dem die Fahrzeuge auf linker und rechter Spur versetzt und mit sehr, sehr viel Abstand stehen, so dass Rettungsfahrzeuge sich im Slalom der Unfallstelle nähern können. Aber puh, ob das realistisch ist? Ich versuche im dichten Baustellenverkehr immer Abstand zu halten - aber wenn man bei Tempo 40 im stockenden Verkehr durch die Baustelle schleicht, ist das eher der halbe Tacho - und bestimmt keine 50 Meter. Zumal es sich an dieser Stelle in Paderborn einfach ständig staut. Würde gerne wissen, ob auch von denen, die die Autofahrer vor Ort so harsch verurteilt haben, auch nur einer wäre, der bei Stau oder stockendem Verkehr in der Baustelle einen Abstand von locker 50 Metern zum Vordermann einhält für den Fall, dass dieses Mal ein Unfall der Auslöser war - und nicht einfach der morgendliche Berufsverkehr?
Andreas  schrieb: 24.03.2017 07:41
Ich stimme der Mehrheit hier zu und kritisiere ebenfalls die sehr suboptimale Planung dieser Baustelle. Ich muss auch jeden Tag da lang fahren. Man kann nur hoffen, dass sich die Bauarbeiten nicht noch über Monate ziehen.
Clemens  schrieb: 24.03.2017 07:17
Baustellenunfall PB
bei dieser Baustelle bleibt dem Autofahrer kaum eine Chance eine Rettungsgasse zu bilden. ei einer Fahrbahnbreite von ca 5,5 m für beide Fahrspuren zusammen müsste eine Fahrspur komplett freigehalten werden. Selbst wenn man die linke Spur freimachen wollte, würde der Rückstau auf der rechten Fahrspur viel schneller zunehmen als das man mit dem PKW beim erkennen des Staus noch rüberkommen könnte. Warum wird in diesen Baustellen für die Rettungsfahrzeuge nicht die Möglichkeit geschaffen, die Unfallstelle durch den gesperrten Bereich zu erreichen: In Baden Würtemberg werden teilweise sogar Extra Zufahrten in den Baustellen angelegt um Rettungsfahrzeuge ein Durchkommen zur Unfallstelle ermöglichen. Ich bin auch bis 60 000 km im Jahr im Außendienst vorwiegend im Ruhrgebiet unterwegs gewesen, und habe dabei meine Erfahrung gemacht. Das Ändert aber nichts daran, das einige Verkehrsteilnehmer absolut zu Blöde sind, eine Rettungsgasse zu bilden. In diesen Fällen sollte man die Fahrzeugführer mal für lange Zeit zu Fußgängern machen mit einer entsprechend hohen Geldstrafe wie in Österreich. Und Strassen NRW sowie der Gesetzgeber sollten sich mal Gedanken über alternativen für die Zufahrt zu Unfallstellen machen.
Briggy  schrieb: 23.03.2017 23:50
PS.
Abstand halten und weniger rasen verhindert Unfälle von vorn herein.
Briggy  schrieb: 23.03.2017 23:48
Was ist daran so schwer, eine Rettungsgasse zu bilden???? Alle nach rechts an den Rand, dann ist links frei.
Bei 3 Spuren die beiden rechten Spuren nach ganz rechts, die linke nach ganz links und die Mitte ist frei.
Ich meine, dieses Verhalten müßte wie eine Straftat behandelt werden und richtig derbe ins Geld gehen.
Vielleicht auch mal den Führerschein kosten, und an ÜBUNGSSTUNDEN teilnehmen hinsichtlich der Bildung einer Rettungsgasse. Vorausschauend fahren, statt Bleifuß und das Smartphone in der Tasche
würde auch schon helfen, so erkennt man früher die Bremsleuchten der anderen Verkehrsteilnehmer.

Am besten aber setzt man von vorn herein einen Rettungshubschrauber ein, wobei der Notarzt sich dann abseilen muß, weil auch der nicht landen kann, weil die Hambummels sich die Richtung nicht merken können..

Was ich kann, müssen doch auch andere können. Ich bin eine Frau, Männer sind doch sonst die einsamen Helden am Steuer, da werden sie doch wohl noch Platz machen können.

Denkt immer daran, ihr könntet auch mal den Notarzt in Anspruch nehmen müssen, dann muß er auch zu Fuß laufen, und dann kann 1 Minute entscheiden über Leben und Tod.
Tobey  schrieb: 23.03.2017 18:25
Rettungsgasse
Also ich muss hier die Autofahrer Mal an dieser Stelle in Schutz nehmen . An der Aus/ Auffahrt Paderborn Zentrum ist es nicht Möglich eine Rettungsgasse zu bilden und ich spreche aus Beruflicher Erfahrung im Rettungsdienst . Ich finde das man hier die Planer dieser Baustelle zur Rechenschaft ziehen soll und muss . Denn wer diese Baustelle geplant hat der hat es Billigend in Kauf genommen Menschenleben zu Riskieren im Falle eines Unfalls und es sind nicht immer die Autofahrer schuld an solchen Situationen. Nun ja es gibt einige Autofahrer die uns die Arbeit erschweren aber es sind am meisten die Hirnlosen Baustellen Planer die es auch gibt ( nicht alle Planer) die ihren Verstand erst dann einschalten wenn es erst Verletzte und Tote gibt. Hallo Bitte Umdenken ihr Baustellen Planer der Stadt Paderborn.Und auch an Situationen wie diese Denken. Dann Funktioniert es auch mit der Rettungsgasse.
Thomas Kwoll  schrieb: 23.03.2017 18:02
Rettungsgasse
Ich stand heute ebenfalls dort und aus meiner Sicht war das Bilden einer Rettungsgasse dort nur sehr schwer, wenn überhaupt möglich. Weder die Polizei noch die Feuerwehr hat bezüglich der Rettungsgasse etwas unternommen, lediglich ein ADAC Mitarbeiter hat dann den PKW`s geholfen, eine Gasse zu bilden. Auch ich finde die Baustelle unmöglich organisiert und es ist nicht der erste Unfall dort. Deswegen verstehe ich nicht, warum man die Baustelle nicht gleich so organisiert, das die Einsatzkräfte über die stillgelegte Spur fahren können.
19 Kommentare
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