Investoren aus Niedersachsen planen fünf mehrstöckige Gebäude in Paderborn
65 Wohnungen am Nordbahnhof

Paderborn (WB). In der Nähe des Paderborner Nordbahnhofes bahnt sich der Bau eines neuen Wohnzentrums an. Geplant sind fünf bis zu sechsstöckige Gebäude für 65 Wohnungen sowie etliche Geschäfte, Büros und Praxen.

Sonntag, 23.04.2017, 08:30 Uhr aktualisiert: 23.04.2017, 12:39 Uhr
Zwischen Gleisen und Nordstraße in Paderborn sollen an der Böschung fünf mehrstöckige Gebäude mit 65 Zwei-, Drei- und Vier-Zimmer-Wohnungen gebaut werden. Die bis zu sechsgeschossigen Baukörper reichen bis zur Eisenbahnbrücke am Dr.-Rörig-Damm. Foto: Karl Pickhardt
Zwischen Gleisen und Nordstraße in Paderborn sollen an der Böschung fünf mehrstöckige Gebäude mit 65 Zwei-, Drei- und Vier-Zimmer-Wohnungen gebaut werden. Die bis zu sechsgeschossigen Baukörper reichen bis zur Eisenbahnbrücke am Dr.-Rörig-Damm. Foto: Karl Pickhardt

Die fünf mehrstöckigen Gebäudekomplexe sollen zwischen dem Nordbahnhof und der Eisenbahnbrücke am Dr.-Rörig-Damm gebaut werden. Dazu hat die im niedersächsischen Nordhorn angesiedelte »Projektentwicklung Paderborn Nordbahnhof« etwa 5000 Quadratmeter von der Bahn erworben, teilt Technische Beigeordnete Claudia Warnecke den Mitgliedern des Bau- und Planungsausschusses mit.

Markanter Kopfbau am höchsten Punkt der Eisenbahnbrücke

Auf dem Boden der so genannten »Ladestraße« der einstigen Güterabfertigung sind zwischen den Gleisen der Sennebahn und der Nordstraße die fünf Gebäude mit einer Geschossfläche von insgesamt 10 800 Quadratmetern (so groß wie ein Sportplatz) geplant, die mit Stegen untereinander und mit der an- oder absteigenden Nordstraße verbunden sind. In den Untergeschossen der Baukörper sind 125 Autoparkplätze vorgesehen. Hinzu kommen 121 Fahrradstellplätze.

Zu einem Hingucker soll das größte Gebäude mit sechs Stockwerken am höchsten Punkt an der Eisenbahnbrücke zum Dr.-Rörig-Damm werden. Technische Beigeordnete Claudia Warnecke spricht von einem »markanten Kopfbau«.

»Sinnvolle städtebauliche Ergänzung«

Die Millionenpläne der »Projektentwicklung Paderborn Nordbahnhof« aus Niedersachsen stoßen im Paderborner Bau- und Planungsamt auf Zustimmung. Das heutige Gelände mit den Bahnanlagen zwischen Nordstraße und Salierstraße sowie der ansteigenden Nordstraße sei eine Zäsur im Stadtbild, sagte Warnecke. Die geplante Bebauung durch Investoren aus Norddeutschland sei eine »sinnvolle städtebauliche Ergänzung«.

Planungsgrundlagen müssen geschaffen werden

Planungsrechtlich müssten allerdings noch Steine aus dem Weg geräumt werden. Deshalb soll der Bau- und Planungsausschuss in seiner nächsten öffentlichen Sitzung (tagt am 4. Mai von 17 Uhr an im Technischen Rathaus) über einen vorhabenbezogenen Bebauungsplan den Weg zum neuen Wohnzentrum in der Nordstraße ebnen. Nach geltendem Baurecht könnte nur ein einziges Gebäude in Höhe des Greiteler Weges genehmigt werden.

In Nachbarschaft zum neu geplanten Wohnzentrum baut derzeit bereits die »B+S Immobilien GmbH« mit Anna Bremer und Joachim Schulte in der Nordstraße für 7,5 Millionen Euro ein fünfstöckiges Wohn- und Geschäftshaus mit 22 Eigentumswohnungen sowie kleineren Einzelhandelsgeschäften, Café und Praxen mit einer Tiefgarage (32 Plätze) . »B+S« plant daneben noch ein weiteres, ähnlich großes Gebäude.

Kommentare

Klaus Müller  schrieb: 24.04.2017 10:55
Gute Entscheidung
Im Gegensatz zu der skandalösen Baumaßnahme und dem neuen Bebauungsplan im Padertal, ist das eine nachvollziehbare Entscheidung. Der Bereich wird aufgewertet und nicht abgewertet, so wie das Padertal...
Obwohl die Entscheidung im Padertal auch nicht logisch zu erklären ist, sondern eher nach Vetternwirtschaft riecht.
1 Kommentare
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