BMW wird in Brandenburg kurz vor der polnischen Grenze gestoppt
Polizei nimmt erneut Autodieb fest

Paderborn (WB). Ein am frühen Montagmorgen in Paderborn gestohlener BMW X5 ist noch am Vormittag von der Polizei in Brandenburg gestoppt und der mutmaßliche Dieb festgenommen worden. Erst am Freitag war ein gestohlener BMW samt Tatverdächtigen bei Bad Oeynhausen erwischt worden. Polizeisprecher Michael Biermann: »Beide Autos waren mit einem ›keyless-go-system‹ ausgerüstet. Das macht es Autodieben leicht.«

Dienstag, 10.10.2017, 13:22 Uhr aktualisiert: 10.10.2017, 13:26 Uhr
Symbolfoto Foto:
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Am Montagmorgen bemerkte ein Anwohner in der Leubusstraße in Paderborn gegen 7.30 Uhr, dass sein BMW X5 nicht mehr unter seinem Carport stand. Er schaute sich die Aufzeichnungen der Videoüberwachung des Carports an und stellte fest, dass ein Unbekannter gegen 3.30 Uhr in das Fahrzeug stieg, den Motor startete und davon fuhr.

Die Polizei leite eine Fahndung nach dem gestohlenen X5 ein. Gegen 10.30 Uhr entdeckte eine Polizeistreife den entwendeten Wagen kurz vor der polnischen Grenze bei Fürstenwalde. Die Beamten stoppten den Wagen und nahmen den Fahrer fest. Bei dem mutmaßlichen Dieb handelt es sich um einen 32-jährigen Mann aus Weißrussland. Der Tatverdächtige wurde in Fürstenwalde dem Haftrichter vorgeführt und sitzt in Untersuchungshaft, teilte Polizeisprecher Biermann mit.

In den vergangenen Wochen stieg die Zahl der Autodiebstähle deutlich an. Nicht nur im Kreis Paderborn sind hochwertige BMW-Fahrzeuge bevorzugte Beute. Die Modelle verschiedener Baureihen haben eine Gemeinsamkeit. Sie sind mit einem sogenannten »keyless-go-system« ausgestattet. Das bedeutet, sobald sich der mit einem Minisender ausgestattete Fahrzeugschlüssel in der Nähe des Fahrzeugs befindet - meistens in der Jacken- oder Hosentaschen des Fahrers - entriegelt die Fahrzeugtechnik die Türen. Das Auto kann dann ohne Zündschlüssel mit einem Starttaster gestartet werden.

Diese bequeme Technik machen sich die Diebe zu Nutze. Mit speziellen Geräten wird das Signal des Autoschlüssels abgefangen und verstärkt. Liegt der Autoschlüssel zum Beispiel im Haus nahe der Eingangstür, können die Täter draußen mit ihren »Funkwellenverlängerern« zuschlagen und den gesendeten Code scannen. Das Auto öffnet sich automatisch und kann sofort vom Dieb gestartet werden. Polizeisprecher Michael Biermann: »Ähnlich können Kriminelle auch auf Parkplätzen die keyless-go-Signale abfangen, wenn der Besitzer mit seinem Schlüssel aussteigt. Sobald der Schlüsselinhaber sich entfernt hat, nutzen die Täter den mit ihren Geräten gespeicherten Code zum Diebstahl.«

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