Do., 11.01.2018

Bürgerstiftung Paderborn spendet Instrumente im Wert von 1000 Euro Musik hilft bei Autismus-Therapie

Einrichtungsleiter Dr. Christian Hülsken und Julia Düsenberg freuen sich mit Petra Lettermann und Stephan Kleine (Bürgerstiftung, von links) über die gespendeten Instrumente.

Einrichtungsleiter Dr. Christian Hülsken und Julia Düsenberg freuen sich mit Petra Lettermann und Stephan Kleine (Bürgerstiftung, von links) über die gespendeten Instrumente. Foto: Stienecke

Paderborn (WB/ecke). Das Autismus-Zentrum der Caritas-Wohn- und Werkstätten in Schloß Neuhaus kann in seinen Therapiestunden jetzt in größerem Umfang Musikinstrumente einsetzen. Möglich macht dies eine Spende der Paderborner Bürgerstiftung, die diverse Klangkörper im Wert von 1000 Euro angeschafft hat.

Am 10. Januar überreichten der Vorsitzende Stephan Kleine und Vorstandsmitglied Petra Lettermann die Musikalien – eine Konzertgitarre und diverse Percussionsinstrumente – an die Einrichtung am Merschweg.

In der 2016 eröffneten Einrichtung werden derzeit 65 Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene im Alter zwischen drei und 21 Jahren betreut, die unter Autismus oder dem Asperger-Syndrom, einer tief greifenden Wahrnehmungsstörung, leiden. Die Betroffenen sind oft nicht zu sozialen Kontakten imstande und reagieren kaum auf Ansprache.

Spende ermöglicht solide Grundaustattung

»Die Instrumente eignen sich gut für die Arbeit mit frühkindlichem Autismus«, sagt Einrichtungsleiter Dr. Christian Hülsken. »Musik stärkt die Wahrnehmung. Kinder gehen auf solche Reize viel intensiver als auf Sprache ein.« Man habe zwar einen geringen Bestand an Instrumenten im Haus. Erst durch die Spende aber verfüge man jetzt in diesem Bereich über eine solide Grundausstattung.

Das Autismus-Zentrum bietet mit fünf Therapeuten ambulante Betreuung für betroffene Kinder und Jugendliche aus dem Kreis Paderborn und darüber hinaus an. Sie erhalten meist zwei Therapiestunden pro Woche.

Betreut wird sowohl in Gruppen als auch in Einzelmaßnahmen. »In den Therapiestunden nutzen wir Musik, Spiele und Bewegung, um mit den Kindern in Kontakt zu kommen«, erläutert Hülsken. »Etwa ein Viertel der Kinder sprechen gar nicht. Alle haben große Schwierigkeiten, Emotionen zu erkennen.«

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