Di., 06.02.2018

Bachlauf naturnah umgestaltet – neue Quelle vor dem HoT muss gestoppt werden Maspernpader erobert ihr neues Bett

Der Baggerarm macht der Maspernpader den Weg ins neue Flussbett frei.

Der Baggerarm macht der Maspernpader den Weg ins neue Flussbett frei. Foto: Jörn Hannemann

Von Manfred Stienecke

Paderborn (WB). Ein kräftiger Ruck mit dem Baggerarm – und schon strömt die Maspernpader in ihr neues Bett. Nun ist das rund 200 Meter lange renaturierte Teilstück zwischen der Paderhalle und der Brücke unter dem Paderwall geflutet worden.

Am frühen Nachmittag hob der Bagger-Greifarm die mit Lippekies gefüllten Säcke zur Seite, mit denen der neu angelegte Bachlauf bislang versperrt war. In wenigen Minuten eroberte das noch erdig-braun strömende Paderwasser das vorbereitete Bett. Der überwiegende Teil des am Maspernplatz entspringenden Paderarms fließt nun in weiten Schwüngen stufenfrei hinab in das gemeinsame Flussbett.

Verbindungsweg soll Mitte März fertig sein

Mitte März soll der neue Verbindungsweg vom Inselspitzweg zum Paderwall entlang des naturnah gestalteten Bachlaufs frei gegeben werden. Derzeit fehlen noch zwei Betonbrücken auf dem vier Meter breiten Weg, der sowohl von Fußgängern wie auch von Radfahrern genutzt werden soll. Daneben bleibt eine der beiden Betonrinnen des bisherigen Maspernpaderarms bestehen. Sie führt aber den deutlich geringeren Anteil des Wassers ab.

»Mit der Umgestaltung der Pader ergibt sich in diesem Bereich ein ganz anderes Stadtbild«, freut sich die Technische Beigeordnete Claudia Warnecke, die sich das Schauspiel der Flutung vor Ort nicht entgehen ließ. »Da müssen sich die Bürger wohl erst dran gewöhnen. Ich bin aber zuversichtlich, dass das bei den meisten gut ankommt.«

Neue Quelle bereitet den Planern Kopfzerbrechen

Auch Bauleiter Stefan Buschmeier vom Amt für Umweltschutz und Grünflächen ist mit der Umsetzung der Planung des Landschaftsbüros Stelzig in Soest rundum zufrieden. »Das Gelände lädt jetzt wieder dazu ein, ganz nah an die Pader heran zu gehen.« Im Frühjahr würden noch Rasen eingesät und heimische, zum Teil blühende Stauden gesetzt. Große Natursteine gliedern das Flussbett und dienen als Trittsteine und Sitzstufen. Steinmetz Michael Diwo wurde noch mit der Anfertigung einer Naturstein-Skulptur in Form eines Neunauges beauftragt.

Kopfzerbrechen bereitet den Mitarbeitern des Grünflächenamts aber eine neue Paderquelle, die sich aufgrund der aktuellen Tiefbauarbeiten unmittelbar vor dem HoT am Maspernplatz gebildet hat. Das Quellwasser strömt über den dort angelegten Fußweg und soll gestoppt werden. »Wir müssen dort jetzt nach einer Lösung suchen«, sagt Stefan Buschmeier. »Wahrscheinlich werden wir eine Drainage legen. Technisch ist das machbar.« Die Pader sei eben immer wieder für Überraschungen gut.

Alter Baumbestand weitgehend erhalten

Voraussichtlich in der kommenden Woche will das Grünflächenamt auch wieder den Hauptweg am Paderwall mit dem Anschluss an den Maltaweg in Richtung St. Johannisstift freigeben. Die Unterführung unter der vierspurigen Hauptstraße ist auf beiden Seiten um rund einen Meter verbreitert worden, um die problematische Verkehrssituation bei der Begegnung von Fußgängern und Radfahrern zu entschärfen.

Verzögert worden ist die Fertigstellung der neuen Paderbrücke mit Aussichtsplattform nach mutwilligen Beschädigungen, die unbekannte Täter in der vergangenen Woche durch Brandstiftung an dem dort aufgebrachten Kunstharzbelag verursacht hatten. Die Wegeverbindung erhält zur Maspernpader hin einen befahrbaren Schotterbelag.

Für die 460.000 Euro teure Renaturierung des Paderarms erwartet die Stadt einen 80-prozentigen Landeszuschuss. Den Baumbestand habe man weitgehend erhalten können, sagt Planer Hans-Joachim Berger. »Einen alten Baum hat allerdings Sturmtief Friederike umgeworfen.«

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