Do., 26.04.2018

Innovativer Siegerentwurf des Wettbewerbs mit Bezug zur Tradition - mit Video So soll die neue Stadtverwaltung aussehen

Der gebürtige Paderborner Architekt Martin Behet zeigt den Entwurf seines Büros für die neue Stadtverwaltung am Abdinghof.

Der gebürtige Paderborner Architekt Martin Behet zeigt den Entwurf seines Büros für die neue Stadtverwaltung am Abdinghof. Foto: Jörn Hannemann

Paderborn (WB/mai). Die Paderborner Stadtverwaltung wird in der Innenstadt ein völlig neues Gesicht bekommen. Innovativ und dennoch mit Bezug zur Tradition präsentiert sich das Gebäude, das die Jury des Architekturwettbewerbs zum Sieger kürte.

Die Münsteraner Architekten Martin Behet, Roland Bondzio und Michael Lin haben einen in der Höhe gestaffelten symmetrischen Gebäudekomplex entworfen, der in seiner Dreigliedrigkeit an das historische Rathaus angelehnt ist. Das Herz des Gebäudes liegt Erdgeschossbereich und hat den Charakter einer offenen Markthalle. Dort sollen in dem das Bürgerbüro, ein Café und Teile der Stadtbibliothek untergebracht werden.

Die Jury habe sich die Entscheidung für den mit 45.000 Euro dotierten Siegerentwurf nicht leicht gemacht, berichtete Bürgermeister Dreier. Elf Entwürfe waren zunächst eingegangen, von denen neun in die zweite Runde geschickt wurden. Die letztlich einstimmige Entscheidung für den Münsteraner Entwurf begründet sie unter anderem damit, dass er eine »städtebaulich ungewöhnliche und geschickte Antwort« gebe. Höhenstaffelung sowie Vor- und Rücksprünge nähmen die angrenzenden Traufhöhen auf, betonten die Eingangssituation, lösten das Bauvolumen geschickt auf und stellten eine selbstbewusste Geste zum angrenzenden Marienplatz dar.

Den zweiten Preis sprach die Jury, die während ihrer Beratungsphase nicht wusste, wem welcher Entwurf zuzuordnen ist, dem Paderborner Architekturbüro Matern mit Haug Schmidtler Architekten zu. Der 3. Preis geht an die Architekten Partnerschaft Wolwin/Wulf Berlin.

Welcher der drei Entwürfe schließlich verwirklicht wird, entscheidet sich allerdings erst in der nun folgenden Verhandlungsphase, verdeutlichte Dreier. Dafür werde mit den Büros intensiv über Kosten, Termine und Qualitäten diskutiert, um möglichst bis Ende Juni eine Entscheidung treffen zu können. Mit einem Baubeginn rechnet Dreier frühestens 2020.

Alle Wettbewerbsbeiträge sind noch bis Freitag, 11. Mai, im Einwohneramt der Stadt Paderborn am Marienplatz während der Öffnungszeiten (montags 7.30 bis 16, dienstags und mittwochs 7.30 bis 12.30, donnerstags 7.30 bis 12.30 und 14 bis 18, freitags 7.30 bis 12 Uhr) zu sehen.

Kommentare

Ausdruckslose Fassade

Liebe Paderborner,
ich empfinde die Fassade dieses Gebäudes als seelenlos, langweilig und sehr ausdrucksschwach.
Diese Art von Gebäuden nenne ich Schuhkarton mit Fenstermodulen.
Ich würde Ihnen eine Fassade wünschen, die der Historie der Stadt eher entspricht.
Die Planungen für die innere Art Markthalle gefällt mir hingegen sehr, sehr gut.
Ich wünsche Ihnen ein gutes Gelingen Ihres Projektes.
(Besonders im Hinblick auf die Einhaltung des Kostenrahmens und des Fertigstellungtermins.)

RU aus Bochum

1 Kommentare

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