Sa., 05.05.2018

»Westfälisches Forum« ehrt Matthias Wemhoff mit dem »Emil 2018« Meilenstein auf dem Weg nach Europa

Preisträger Matthias Wemhoff (Zweiter von links) mit Gastgeber Hubert Böddeker (Sparkasse Paderborn), Laudator Msgr. Georg Austen, Dr. Ulrike Kurth (Vorsitzende Westfälisches Forum für Kultur und Bildung) und Bürgermeister Michael Dreier (von links).

Preisträger Matthias Wemhoff (Zweiter von links) mit Gastgeber Hubert Böddeker (Sparkasse Paderborn), Laudator Msgr. Georg Austen, Dr. Ulrike Kurth (Vorsitzende Westfälisches Forum für Kultur und Bildung) und Bürgermeister Michael Dreier (von links). Foto: Stienecke

Von Manfred Stienecke

Paderborn (WB). Für seinen unermüdlichen Einsatz um das kulturelle Erbe Europas ist der Archäologe Matthias Wemhoff mit dem Preis des Westfälischen Forums für Kultur und Bildung geehrt worden.

Der vor zehn Jahren beruflich nach Berlin gewechselte ehemalige Leiter des Paderborner Kaiserpfalz- und des Dalheimer Klostermuseums dürfte an seinem Reisegepäck nun schwerer zu schleppen haben. Die von dem Paderborner Steinmetz Thomas Vossebürger gefertigte Preisskulptur mit dem etwas sperrigen Titel »Europäischer Meilenstein für Innovation und Leistung« – kurz »Emil« – ist ein im Kleinformat den typischen Meilensteinen an den historischen Fernstraßen nachempfundener Obelisk.

Bonifatiuswerk-Geschäftsführer Monsignore Georg Austen hält Laudatio

Prof. Dr. Matthias Wemhoff (53) sei ein »leidenschaftlicher Archäologe und Europäer«, sagte der als Laudator gewonnene Geschäftsführer des Bonifatiuswerks, Monsignore Georg Austen, bei der Verleihung des »Emil 2018« in der Sparkasse Paderborn.

Als Entdecker, der den Dingen auf den Grund gehe, lebe Wemhoff auch die christlichen Wurzeln der europäischen Kultur. So habe er an seinem jetzigen Wohnort in Potsdam zum Beispiel einen neuen Pfadfinderstamm gegründet und stehe als Mentor zur Verfügung. »Sie leisten einen hervorragenden Beitrag dazu, den Schatz des europäischen Erbes zu bergen«, so Austen.

Der Preis trifft genau Wemhoffs Grundüberzeugung

Der Preis treffe genau seine Grundüberzeugung, bedankte sich der neue »Emil«-Träger. »Man kann nur mit europäischem Geist noch Meilensteine setzen.« Es könne heute nicht mehr bei nationalen Grenzen bleiben, sondern es gehe immer um Kontakt und Austausch. »Wo man auch anfängt – man kommt immer am anderen Ende Europas heraus«, betonte Wemhoff vor der Festgesellschaft, zu der auch Jugendliche und junge Erwachsene aus 21 Ländern geladen waren, die sich derzeit im Rahmen der »Europawoche« des Vereins »Westfälisches Forum für Kultur und Bildung« in Paderborn aufhalten.

Als neuer »Emil«-Träger hielt Wemhoff gestern auch den Festvortrag zur Eröffnung der »Europawochen«-Konferenz im Paderborner Rathaus. An diesem Samstag treffen sich die Teilnehmer im Westfalen-Kolleg zu einem Symposium unter dem Titel »Bildungsprojekt Europa« mit Vorträgen über den Denkmalschutz, die Erinnerungskultur und das digitale Erbe (Beginn 9.30 Uhr). Um 18 Uhr gibt es am Samstag ein Konzert mit Musikern aus Lettland und der Slowakei im Audimax der Theologischen Fakultät Paderborn. Zum Ausklang der »Europawoche« informiert Dr. Petra Koch-Lütke Westhues am Sonntag um 10 Uhr im Hotel Aspethera über die geplante Gotik-Ausstellung.

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