Sa., 12.05.2018

Spiel gegen Köln live auf Großebildleinwand übertragen - mit Videos SCP-Fans feiern Aufstieg - Finke gibt Amt auf

Fans des SC Paderborn feiern den Zweitliga-Aufstieg gemeinsam mit den Spielern vor dem Rathaus.

Fans des SC Paderborn feiern den Zweitliga-Aufstieg gemeinsam mit den Spielern vor dem Rathaus. Foto: Besim Mazhiqi

Paderborn (WB/vah/bma/lmr).  Den Aufstieg haben sie sicher,  die Meisterschaft hat der SC Paderborn verpasst. So oder so wollten die Spieler und Verantwortlichen des SC Paderborn am Samstagabend mit der Stadt Paderborn die Rückkehr in die 2. Fußballbundesliga feiern. 

Einen Paukenschlag gab es dann am Abend im Vorfeld der Aufstiegsfeier: SCP-Präsident Wilfried Finke gibt sein Amt auf. Das hat Stadionsprecher Jürgen Lutter mitgeteilt. Finke selbst war nicht vor Ort. Nach Angaben Lutters hat er eine Lungenentzündung. Er wolle dem SC Paderborn als entspannter Zuschauer erhalten bleiben. Finkes Rücktritt war von Experten erwartet worden. Aber mit dem Zeitpunkt überrascht der Möbel- Unternehmer erneut alle.

Die Stimmung am Abend war aber hervorragend. Im Rathaussaal warteten alle gespannt auf die Mannschaft, während draußen lautstark gesungen wurde: »Nie mehr dritte Liga« Und so tat es auch die Mannschaft, als sie im Rathaus eintraf - angeführt von Kapitän Christian Strohdiek. »Erfolg ist kein Glück« stand auf den Trikots der Aufstiegshelden.

Christin Strohdiek trägt sich ins Goldene Buch der Stadt Paderborn ein. Foto: Besim Mazhiqi

Nach dem Eintrag ins Goldene Buch der Stadt Paderborn betraten die SCP-Spieler die aufgebaute Tribüne. Die Menge tobte. Spieler und Veranwortliche ließen sich von den nach offiziellen Angaben 6000 Fans auf dem Rathausplatz einzeln feiern. Höhepunkt der Feier: Es wurde das Paderbornlied angestimmt. Tausende sangen mit: »Paderborn, erhebe dich und lauf«.

Der Auflauf an Paderborner Prominenz war enorm. Alles, was Rang und Namen hat, war im Ratssaal versammelt, darunter auch Landtagsvizepräsident André Kuper (CDU).

Rudelgucken auf dem Rathausplatz

Zuvor konnten die Paderborner sich das Spiel gegen Fortuna Köln live vor dem Rathaus auf Großbildleinwand anschauen. 

»Die Intention der gemeinsamem Veranstaltung vom SC Paderborn und der Stadt Paderborn ist es, am Samstag ein Fest für alle Paderborner auf die Beine zu stellen«, berichtete Jens Reinhardt, Marketingchef der Stadt. Es sei der ausdrückliche Wunsch des Bürgermeisters Michael Dreier gewesen, den Erfolg der Mannschaft in den kommenden Stunden ausgiebig zentral im Herzen der Stadt auf dem Rathausplatz zu feiern.

Dies begrüßte auch Martin Hornberger, Geschäftsführer des SC Paderborn: »Wir wollen die Marke SC Paderborn nutzen, um den Stadtnamen weiter nach außen zu tragen.«

Beim Public Viewing auf dem Rathausplatz feierten die SCP-Fans die Tore ihrer Mannschaft.

Das Warten auf die Mannschaft wird durch Ausschankbetriebe und Imbissbuden sowie ein buntes, musikalisches Programm des Bundesschützenmusikkorps Elsen verkürzt. Um 18 Uhr übernahm dann Jürgen Lutter, Stadionsprecher des SC Paderborn, die Moderation auf dem Rathausplatz.

Nach dem Eintreffen der Mannschaft werden sich die Fußballer in das Goldene Buch der Stadt eintragen und anschließend auf der Bühne vor dem Rathaus ausgiebig feiern. Auch diese Geschehnisse im Rathaus werden auf der Leinwand live übertragen – wie es schon 2014 beim Aufstieg in die 1. Bundesliga der Fall war.

Kommentare

Die SCP-Fans feiern fröhlich: Der Aufstieg ist grandios gelungen!

Nur chefplaner hat es noch nicht bemerkt!

Lieber chefplaner!
Ein kluger, frommer Mann hat einmal gesagt:
"Bevor der Heilige Geist einmal bei mir (bei dir) gelandet ist,
war er vorher schon zehnmal in Rom!"

Oder anders gesagt:
"Nimm dich nicht so übermäßig wichtig!"

Neue (alte) Strategie wird greifen

Ich meine der Kommentar vom Chefplaner hätte vor 2 Jahren gepasst, als auch Herr Finke die Realität nicht sehen wollte. In den letzten 12 Monaten hat sich mit Krösche und Baumgart (und einem leisen Finke in der Öffentlichkeit) die Vereinsphilosophie aber wieder in eine gute, gesunde Richtung gedreht, die den Verein in der Vergangenheit (bis zum Aufstieg 2014) erfolgreich gemacht hat.
Ich bin Optimist und glaube an ein gutes Zweitligajahr mit jungen, hungrigen Spielern guten Führungsspielern wie Strohdick und Hünemeier, in dem vielleicht sogar einige der Handyknippser von gestern mal den Weg ins Stadion finden werden.
Herrn Finke gebührt grosser Dank und gute Besserung!

Wer sich für Pressefotos mit dem grinsenden SCP-Hasser "Dreier" hergibt oder den Rahmen dafür bildet, muss wissen, was er tut. Aber ich glaube, so weit denkt da keiner mehr...

Nach Finke wird es wohl niemanden mehr geben, der vernünftige Überzeugungen gegen brüllende Mehrheiten durchsetzen kann.

Und was die Mehrheit stets wollte, ist bekannt:

vor 15 Jahren: "lieber HLS statt Stadionneubau"
"erfahrene Trainer" statt Schmidt, Breitenreiter oder Baumgart
Trainerwechsel bei jedem sportlichen Tal statt Konstanz
Geldpolitik wie in Hamburg statt wie in Freiburg
"andere Regale" wie Stöger, Kirch, Amedick oder Proschwitz statt Meha, Koc oder Vrancic
Hoffen auf unsere inkompetente Politik statt Zeichen dagegen setzen
"Investitionen" statt solide Finanzpolitik mit überschaubarem Risiko - und mit "Investitionen" meinten die "andere Regale" und Effenberg...

Die, die alleine unter wüsten Beschimpfungen die richtige Vereinsphilosophie jahrelang verteidigt haben, was am Ende zu Schuldenfreiheit und 1. Liga geführt hat, werden vergessen und verraten. Sie werden wieder alleine gelassen und belächelt.

Die Scherben werden in drei Jahren von wenigen Leuten in der Oberliga aufgeräumt. Dann ist die hirnlose Mehrheit wieder in München oder Dortmund und kommentiert alles aus der Entfernung, weiß alles wieder besser und schimpft über die schlimme Vereinsführung!

Dabei sind die die Totengräber. Alle sehen jetzt Aufstieg und Erfolg. Keiner sieht, die Schnelllebigkeit des Geschäfts. In sehr kurzer Zeit wird die Party vorbei sein und der Kater überwiegen.

Man sollte nun Wetten machen, wie lange es dauert, bis die ersten "Trainer-raus"-Rufe zu hören sind.

In Paderborn besteht der Fußballsachverstand offenbar mehrheitlich aus SportBILD-Lesern. Da ist nichts über Generationen gewachsen. Und das werden wir bald zu spüren bekommen.

Zusammengefasst: Überzeugungen gibt es nicht. Besserwisserei ist allgegenwärtig. Die Generation, die mit dem Telefon in der Hand nach Spielerfotos jagt, bildet die Mehrheit und rennt zu Partys, die boykottiert gehören.

Perlen vor die Säue.

5000 Unbelehrbare haben gestern verpasst, ein Zeichen zu setzen.

Wozu soll man noch gegen Windmühlen kämpfen, wenn am Ende sowieso die Dummheit siegt. Die Mitgliedschaft habe ich gestern gekündigt.

Das Lebenswerk von Herrn Finke wird leider nun zerstört. Gute Besserung, Herr Präsident. Ich hoffe, Sie erholen sich bald. Der Verein wird es wohl leider nicht mehr.

4 Kommentare

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