So., 15.07.2018

Bezeichnung als »Bestie«: Einstweilige Verfügung gegen den Axel-Springer-Verlag beantragt Wilfried W. wehrt sich

Wilfried W. (rechts) mit seinem Verteidiger Detlev Binder.

Wilfried W. (rechts) mit seinem Verteidiger Detlev Binder. Foto: Oliver Schwabe

Paderborn/Höxter (WB). Die Verteidiger von Wilfried W. (48), einem der Angeklagten im »Horror-Haus«-Prozess , haben am Freitag beim Landgericht Paderborn den Erlass einer einstweiligen Verfügung gegen den Axel-Springer-Verlag beantragt.

Sie wollen das Medienunternehmen zwingen, den Angeklagten nicht länger als »Bestie« zu bezeichnen. Rechtsanwalt Detlev Binder: »Nach der Erstattung des psychiatrischen Gutachtens steht für mich fest, dass mein Mandant nicht die treibende Kraft war und dass es keine sadistisch motivierten sexuellen Taten gegeben hat.« Vor diesem Hintergrund dürfe sein Mandant nicht »Bestie« genannt werden.

Für ihn sei die Grenze der zulässigen Meinungsäußerung überschritten, sagte Binder. Wann das Gericht entscheidet, ist nicht bekannt.

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