Mo., 23.07.2018

Mit Besuchs-Cafés und Patenprojekten ganz nah an den Hilfsbedürftigen 25 Jahre freie Beratung

Sie feierten das 25-jährige Bestehen des FBZ (von links): stellv. Bürgermeister Martin Pantke, Vorstandsmitglied Peter Schindel, Leitung des Beratungszentrums Myriam Fikus, Landrat Manfred Müller, Vorstandsvorsitzender Heinrich Emrich und Vorstand Professor Friedhelm Eller.

Sie feierten das 25-jährige Bestehen des FBZ (von links): stellv. Bürgermeister Martin Pantke, Vorstandsmitglied Peter Schindel, Leitung des Beratungszentrums Myriam Fikus, Landrat Manfred Müller, Vorstandsvorsitzender Heinrich Emrich und Vorstand Professor Friedhelm Eller.

Paderborn (WB). Seit 25 Jahren berät das Freie Beratungs-Zentrum Paderborn (FBZ) Eltern, Kinder, Jugendliche und Familien. Die Beratung erfolgt unabhängig, kostenfrei und unterliegt der Schweigepflicht. Zu einer Feierstunde anlässlich des Jubiläums kamen jetzt zahlreiche Ehrengäste.

Vorstandsvorsitzender Heinrich Emrich, der seit 25 Jahren nicht nur das Amt inne hat, sondern auch Gründungsmitglied ist, gab einen Einblick in die Geschichte.

Das Zentrum begann vor 25 Jahren mit einem Team für die Erziehungsberatung bestehend aus vier Mitarbeitern (einer Diplom-Psychologin, einer Diplom-Sozialpädagogin, einer Heilpädagogin und einer Verwaltungskraft). Der Trägerverein existiert schon fast 35 Jahre und ist mit dem Ziel gegründet worden, Menschen mit psychischen Problemen zu helfen. Hieraus ist dann 1993 eine Erziehungsberatung entstanden.

Inzwischen ist das FBZ mit seinen Aufgaben personell und räumlich gewachsen und hat, wie Leiterin Myriam Fikus erläuterte, zahlreiche unterstützende Angebote für Kinder, Jugendliche, Eltern und Familien geschaffen. Ein multidisziplinäres Team berät zum Beispiel bei Erziehungsfragen, Schulproblemen, Verhaltensauffälligkeiten, familiären Krisen (Trennung, Scheidung, traumatischen Ereignissen), Schwangerschaft, Geburt und der Zeit danach (Schwangerschaftskonflikt und Familienplanung).

Besuchs-Café für getrennte Eltern

Seit mehr als zehn Jahren kooperiert das Freie Beratungs-Zentrum erfolgreich mit dem Kinderschutzbund und koordiniert und begleitet die gemeinsamen Projekte. Drei Projekte wurden besonders hervorgehoben. Zum einen das Besuchs-Café für getrennte Eltern und Angehörige. In diesem Projekt wird getrennt lebenden Elternteilen die Möglichkeit geboten, sich jeden zweiten Samstag im Monat von 14 bis 17 Uhr zu treffen. Angesprochen sind hier Eltern, die bei der Organisation und Durchführung des Umgangs mit den Kindern Unterstützung in Anspruch nehmen wollen. In einer zwanglosen Atmosphäre wird den Eltern und Kindern in kindgerechten Räumen und mit altersentsprechenden Spielmaterialien die Möglichkeit geboten, bei Kaffee und Waffeln einen unbeschwerten Zugang eigenständig zu gestalten.

Im Patenprojekt unterstützen ehrenamtliche, geschulte Patinnen Familien, die Entlastung bei der Gestaltung des Alltags mit den Kindern benötigen, zum Beispiel Familien ohne Unterstützung durch Verwandte, Freunde, Paare mit Mehrlingsgeburten, alleinerziehende Eltern oder durch Krankheiten eingeschränkte Eltern. Außerdem gibt es das Patenprojekt für geflüchtete Familien , denen mit Rat und Tat zur Seite gestanden wird, um ihnen die Integration in der neuen Umgebung zu erleichtern. Der Schwerpunkt der beiden Patenprojekte liegt bei der Förderung der Kinder.

Blick in die Zukunft

Der langjährige Leiter und jetziges Vorstandsmitglied Peter Schindel wagte zum Schluss einen Blick in die Zukunft des Freien Beratungs-Zentrums im Jahr 2068: Vielleicht arbeite das FBZ dann an den Folgen extremer Beschleunigung, zunehmender Neurotisierung, erhöhter Anspruchshaltung, oder Effektivierung der Schnittstellen von Mensch und Maschine.

Im Rahmenprogramm stellte der Poetry Slammer Florian Stein die Erziehungs- und Beziehungsberatung auf originelle Weise dar. Das Programm wurde musikalisch abgerundet durch Julia Grosser (Gesang) in Begleitung von Nikko Schaffranek (Gitarre).

Weitere Informationen erhalten sie online .

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