Mi., 05.09.2018

Spannende Ideen beim Existenzgründertag: Paderborner Studenten stellen sich vor Roboter gehorchen aufs Wort

Andrej Dik und Malte Obst (von links) sowie Niclas Montag und Anton Veynshter (von rechts) präsentieren ihre Geschäftsidee beim Existenzgründertag. Darauf freut sich die stellvertretende IHK-Geschäftsführerin Dr. Claudia Auinger (Mitte).

Andrej Dik und Malte Obst (von links) sowie Niclas Montag und Anton Veynshter (von rechts) präsentieren ihre Geschäftsidee beim Existenzgründertag. Darauf freut sich die stellvertretende IHK-Geschäftsführerin Dr. Claudia Auinger (Mitte). Foto: Ingo Schmitz

Von Ingo Schmitz

Paderborn (WB). Fünf Paderborner Studenten könnten mit ihrer Idee die Programmierung von Robotern revolutionieren. Sie entwickeln eine Software zur Programmierung per Spracherkennung – quasi als Gegenstück zum digitalen Assistenten Alexa für den Hausgebrauch. Das Quintett stellt sich beim Paderborner Existenzgründertag vor.

Eine gute Idee reicht nicht, um sich erfolgreich auf eigene Beine zu stellen. Es bedarf einer professionellen Beratung von verschiedenen Institutionen. Dafür gibt es seit einigen Jahren den Existenzgründertag, der in diesem Jahr am Freitag, 21. September, von 9 bis 16 Uhr in den Räumen der Industrie- und Handelskammer in Paderborn stattfindet. Er richtet sich an alle potenzielle Gründer und solche, die sich bereits in der Startphase befinden. Mitveranstalter sind die Handwerkskammer sowie die Wirtschaftsförderung der Stadt Paderborn.

Marktcheck

Zwei wesentliche Merkmale der Veranstaltung sind zum einen die Berichte von Gründern, die bereits die Startphase hinter sich haben und ihre Erfahrungen mit Startern teilen wollen. Zum anderen bekommen einige Gründer die Möglichkeit, beim so genannten Marktcheck ihre Geschäftsidee vor Publikum zu präsentieren. »Es geht darum Kontakte zu knüpfen, die Marktakzeptanz zu testen und Verbesserungsvorschläge zu bekommen«, erläutert Dr. Claudia Auinger, stellvertretende Geschäftsführerin der IHK in Paderborn. Noch besteht für weitere Gründer die Möglichkeit, sich mit einer Idee für diesen »Marktcheck« zu bewerben. Die Teilnehmer werden von den Veranstaltern ausgewählt. »Die Branche ist egal. Es muss kein digitales Thema sein. Die Geschäftsidee, die vorgestellt werden soll, kann auch aus den Bereichen Dienstleistung, Handel oder Handwerk kommen«, erklärt Dr. Auinger.

»Unchained Robotics«

Auf jeden Fall mit dabei sind die fünf Digital-Experten von »Unchained Robotics«. Malte Obst, Mladen Milicevic, Niclas Montag, Anton Veynshter und Andrej Dik haben sich innerhalb weniger Monate gesucht und gefunden, um ihre Idee von einer intuitiven Roboter-Programmierung in die Tat umzusetzen. Der in vielen Haushalten bekannte Assistent »Alexa« macht auf Sprachbefehl das Licht an und schließt die Rollläden. Dem Paderborner Quintett geht es nun darum, diese Idee auf sämtliche Bereiche im Berufsleben auszuweiten. Und zwar mit programmierbaren Robotern, die den Menschen im wahrsten Sinne des Wortes zur Hand gehen, wie Malte Obst erläutert. Seiner Erfahrung nach sei die derzeit übliche Programmierung von Robotern sehr zeitaufwendig und wenig flexibel.

Programmierung per Sprache

Auch das Anlernen mit geführten Bewegungen per Hand sei wenig praxistauglich. Daher verfolgen die fünf Studenten, angehende Wirtschaftsingenieure und Doktoranten der Uni Paderborn, die Idee der intuitiven Programmierung per Sprache. »Künftig wird es dann ausreichen, wenn man dem Roboter sagt: ›Heb’ den Schraubenzieher auf­‹ oder ›Überprüfe das Bauteil.‹ Dafür müssen in den Firmen die Produktionswege komplett neu gedacht werden.«

Unchained Robotics hält die so genannten »kollaborierenden Roboter«, die Hand in Hand mit dem Menschen arbeiten, vor allem für Einsatzgebiete ideal, in denen keine Massenfertigungen sondern individuelle Lösungen und viel Handarbeit gefragt sind. »Wir hoffen, dass wir beim Existenzgründertag neue Kontakte in die Wirtschaft bekommen«, betont Niclas Montag.

Die Teilnahme ist kostenlos (verbindliche Anmeldungen bis zum 19. September online ).

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