Mo., 24.09.2018

Interview auf dem Grünen Sofa: SC-Paderborn-Trainer gibt Einblick in seine Gefühlswelt Steffen Baumgart: Erfolg ist kein Glück

SCP-Coach Steffen Baumgart erzählt im Interview mit Peter Klute, wie wichtig es sei zu wissen, wo man herkommt.

SCP-Coach Steffen Baumgart erzählt im Interview mit Peter Klute, wie wichtig es sei zu wissen, wo man herkommt. Foto: Besim Mazhiqi

Paderborn (WB/mai). Ein hohes Risiko gehen, attraktiv nach vorne spielen und so die Zuschauer in die Benteler-Arena locken: Was SC Paderborns Trainer Steffen Baumgart noch am Samstag im auf dem Grünen Sofa im Interview mit Peter Klute als Devise ausgegeben hat, setzte sein Team gestern beim 4:4 gegen Mitaufsteiger Magdeburg um. Schließlich hatte der Chefcoach auch eingeräumt: »In Sachen Gegentore sind wir noch nicht da, wo ich hin will.«

 Doch Baumgart verriet auf dem grünen WV-Sofa im Foyer des Pressehauses auch sein Motto »Erfolg ist kein Glück, sondern nur das Ergebnis von Blut, Schweiß und Tränen«, angelehnt an den gleichnamigen Kontra-K-Song. Für den Trainer war entsprechend auch der 5:3-Erfolg in Köln kein Grund, sich auszuruhen. »Irgendwas kann man immer verbessern. Wir arbeiten am Detail. Wir wollen nicht stehenbleiben.« Die Mannschaft habe das Potential, sich weiterzuentwickeln.

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Ich war auch einer, dem man nicht so viel zugetraut hat, bin aber meinen Weg gegangen

Steffen Baumgart

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Steffen Baumgart weiß, wovon er spricht. »Ich war auch einer, dem man nicht so viel zugetraut hat, bin aber meinen Weg gegangen.« Scheitern, Aufstehen und weiter arbeiten, beschreibt er den Weg zum Erfolg, der hoffentlich noch ein bisschen weitergehe. Auf diesem Weg sei es wichtig zu wissen, wo man hinwill, aber eben auch woher man kommt. »Jetzt bin ich Trainer in der zweiten Liga und habe viele Freunde, aber ich war auch schon arbeitslos, da waren es weniger«, gab sich Steffen Baumgart sehr geerdet.

Warum seine Freude bei Erfolgen seiner Jungs mitunter verhalten wirke, erläuterte er den Fans so: »Der Respekt gegenüber dem Gegner ist mir wichtig. Dazu gehört, Siege nicht zu ausgelassen zu feiern.« Gleichzeitig sei es wichtig, nach Niederlagen nicht zusammenzubrechen, sondern das Sportliche in den Mittelpunkt zu rücken. »Mir geht es um die Leistung, nicht um die Schlagzeile«, stellte er klar. Privat lache er sehr viel und sehr gerne, aber bei der Arbeit sei es wichtig, konzentriert und fokussiert zu sein.

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Fans, die sich ausgelassen freuen, sieht Baumgart hingegen gerne. »Es ist schön, wie stolz die Menschen auf den Verein und die Jungs sind.« Die Emotionen machten es schließlich aus. Und Fußball sei eben ein Sport, mit dem sich viele identifizieren und mitreden.

Für Steffen Baumgart dreht sich das Leben seit seinem siebten Lebensjahr um Fußball – für seine Familie, die in Berlin lebt, übrigens auch. Seine Frau arbeite selbst sehr intensiv im Verein und die Kinder spielten auch. Sie seien sich alle sehr bewusst, welchen Stellenwert Fußball in seinem Leben habe: »Der Sport hat mir so viel gegeben, dass ich immer Teil des Fußballs sein will.«

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