SPD-Kreisverband will sich verjüngen und die Qualität in der Offenen Ganztagsschule verbessern
Burkhard Blienert gibt weiter den Ton an

Paderborn (WB/dk). Der ehemalige Bundestagsabgeordnete Burkhard Blienert ist am Samstag mit großer Mehrheit als Vorsitzender des SPD-Kreisverbandes Paderborn wiedergewählt worden. Einen Gegenkandidaten gab es nicht. Der 52-jährige Politiker aus Delbrück, dem die Bildungspolitik besonders am Herzen liegt, wertete es als ermutigendes Zeichen, dass die SPD in den letzten Monaten 53 neue Mitglieder begrüßen konnte. »Wir bewegen uns wieder auf die 900 zu.« Zu Blienerts Stellvertretern wählten die Genossen Cordula Reuter (52) aus Bad Lippspringe, Hendrik Kuske (27) vom Ortsverein Hövelhof und Claudia Steenkolk (55) aus Paderborn.

Sonntag, 14.10.2018, 15:50 Uhr aktualisiert: 14.10.2018, 15:52 Uhr
Der neue SPD-Kreisvorstand (von links): Cordula Reuter, Jürgen Schmidt (Schatzmeister), Burkhard Blienert, Hendrik Kuske und Claudia Steenkolk. Foto: Dietmar Kemper
Der neue SPD-Kreisvorstand (von links): Cordula Reuter, Jürgen Schmidt (Schatzmeister), Burkhard Blienert, Hendrik Kuske und Claudia Steenkolk. Foto: Dietmar Kemper

Gastredner Christian Dahm kritisiert Schwarz-Gelb scharf

Der stellvertretende Vorsitzende der SPD-Landtagsfraktion, Christian Dahm (Herford), warf Schwarz-Gelb in Düsseldorf vor, die Rechte der Mieter abzubauen, für mehr statt weniger Bürokratie zu sorgen und mit den Regelungen für verkaufsoffene Sonntage Kommunen und Händler verunsichert zu haben. Von der Ankündigung, die Grunderwerbssteuer zu senken, sei keine Rede mehr, kritisierte Dahm und sprach von reiner »Ankündigungspolitik«. CDU und FDP ließen es zu, dass bis 2021 vier Vereinbarungen zum Mieterschutz auslaufen – darunter jene, die die Umwandlung von Miet- in Luxuswohnungen erschwere. Die SPD stehe dagegen für eine soziale Wohnungsbaupolitik für die zehn Millionen Mieter in NRW. Dahm: »Wir wollen eine landeseigene Wohnungsbaugesellschaft gründen und fordern eine Weiterentwicklung der Mietpreisbremse.« Bezahlbares Wohnen nannte er ein »soziales Bürgerrecht«.

»Multiprofessionelle Teams« sollen Offene Ganztagsschule voranbringen

Der SPD-Kreisverband will die Qualität in der Offenen Ganztagsschule (OGS) durch »multiprofessionelle Teams« aus Schulsozialarbeitern, Lehrern, Erziehern und Handwerkern verbessern. Diese sollen ihren Teil dazu beitragen, dass Lehrer und OGS-Betreuer enger zusammenarbeiten können. Damit der Nachmittag nicht zu einer reinen »Aufbewahrung« verkomme, sei eine stärkere Verzahnung mit dem Schulbetrieb am Vormittag erforderlich, heißt es in einem Antrag, der an die SPD-Landtagsfraktion weitergeleitet wird. Für eine sinnvolle Hausaufgabenbetreuung seien mehr und pädagogisch besser ausgebildete Mitarbeiter erforderlich.

Intern will sich der SPD-Kreisverband verjüngen. Die Mitglieder unterstützten einen Appell der Jusos, wonach künftig die Vorstände des Kreisverbandes und der Ortsvereine mindestens zu einem Viertel aus Jusos bestehen sollen. Gleiches soll für die Kandidatenliste für den Kreistag bei den Kommunalwahlen 2020 gelten.

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