Springbach Höfe Paderborn: – ESW investiert Millionen in Fernwärmeversorgung
Vier Kilometer Rohre verlegt

Paderborn (WB). Vier Kilometer Rohrleitungen sind an den Springbach Höfen verlegt, nun kommt der Wärmelieferant dazu. Im neuen Stadtquartier wird eine Fernwärmeversorgung gebaut. Der Energieservice Westfalen Weser (ESW) investiert allein in die Heizzentrale mehr als eine Million Euro.

Montag, 22.10.2018, 14:37 Uhr
Haben mit den Bauarbeiten für die Fernwärmeversorgung im neuen Paderborner Stadtquartier Springbach Höfe begonnen: (von links) Kai Agnesens (Planer ESW), Christian Müller (Geschäftsführer Stadtwerke Paderborn), Bürgermeister Michael Dreier und Peter Grote (Leiter Vertrieb ESW). Foto:
Haben mit den Bauarbeiten für die Fernwärmeversorgung im neuen Paderborner Stadtquartier Springbach Höfe begonnen: (von links) Kai Agnesens (Planer ESW), Christian Müller (Geschäftsführer Stadtwerke Paderborn), Bürgermeister Michael Dreier und Peter Grote (Leiter Vertrieb ESW).

Zusätzlich werden rund 1,3 Millionen Euro in den Rohrleitungsbau gesteckt, der vor etwa einem Jahr begonnen hat. Nun gab es den ersten Spatenstich für das Wärmeversorgungskonzept der ESW. Er war wegen notwendiger umfangreicher archäologischer Ausgrabungen mit Verzögerung gegenüber den Planungen gestartet. Bisher verlaufen die weiteren Arbeiten nach Plan, teilte das Energieunternehmen mit. In Paderborns neuem Stadtquartier entsteht ein Wohnraum mit etwa 600 Einheiten. 160 Fernwärmehausanschlüsse an den Grundstücken seien dafür schon vorbereitet.

Wohnraum mit 600 Einheiten

Bevor die Arbeiten am Rohrnetz in diesem Monat beendet sein werden, beginnen jetzt die Bauarbeiten für die Heizzentrale. Sie ist das Herzstück der Wärmeversorgung für das gesamte Wohnquartier. Bürgermeister Michael Dreier begrüßt das Konzept: »Das Wohnquartier erhält eine zentrale Wärmeenergieversorgung auf Basis regenerativer Energieträger. Wir können sagen, dass Paderborn ›Grün‹ wächst. Es bringt auch wirtschaftliche Vorteile für die Bauherrn, weil sie sich nicht individuell um die Wärmeversorgung kümmern müssen. Die Wärme wird zentral geliefert«, ergänzt Dreier.

»Ein Nahwärmenetz mit einem zentralen Blockheizkraftwerk, das Biomethan verwendet, plus Gas-Brennwertkessel schneidet in der Gesamtbetrachtung bei den Wärmekosten und der Umweltfreundlichkeit am besten ab«, sagt ESW-Vertriebsleiter Peter Grote. Die Heizzentrale werde wegen des Schallschutzes in Massivbauweise errichtet und soll eine ansprechende Fassade erhalten, die nicht nach reinem Zweckbau aussehen soll. Der Bau soll Ende 2018 fertig sein, wenn die Witterung es zulässt. Zunächst werden zwei Spitzenlastkessel mit jeweils 1,2-Megawatt-Leistung zum Einsatz kommen, die mit Biomethan betrieben werden.

Zusätzlich liefert ein Blockheizkraftwerk (BHKW) 140 kW elektrische und 280 kW thermische Leistung. Im Endausbau soll ein BHKW mit 360 kW elektrischer und 720 kW thermischer Leistung die Versorgung übernehmen. Um möglichst viel Wärmeenergie dauerhaft aus dem BHKW zu beziehen, soll ein außenstehender Pufferspeicher mit 23.000 Liter installiert werden. In Betrieb gehen soll die Heizzentrale Anfang 2019. Mit diesem Projekt werde die Kooperation mit den Stadtwerken Paderborn weiter ausgebaut.

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