An der Neuhäuser Straße entsteht ein modernes Wohnquartier
Abriss folgt Neubeginn

Paderborn (WB). Das Haus Nummer 14 an der Neuhäuser Straße in Paderborn wird abgerissen. Für Bauherr Christopher Gladen, Geschäftsführer der Wegener Massivhaus GmbH, bedeutet das den Startschuss für ein ambitioniertes Projekt.

Montag, 22.10.2018, 23:29 Uhr aktualisiert: 23.10.2018, 13:24 Uhr
Der Bagger leistet ganze Arbeit. Weil baufällig, muss das Haus Nummer 14 an der Neuhäuser Straße dem Neubauprojekt »Johannishöfe« weichen. Zwei Unternehmer wollen in das ehrgeizige Unterfangen etwa vier Millionen Euro stecken. Foto: Dietmar Kemper
Der Bagger leistet ganze Arbeit. Weil baufällig, muss das Haus Nummer 14 an der Neuhäuser Straße dem Neubauprojekt »Johannishöfe« weichen. Zwei Unternehmer wollen in das ehrgeizige Unterfangen etwa vier Millionen Euro stecken. Foto: Dietmar Kemper

Wie am 30. Januar berichtet, haben die Wegener Massivhaus GmbH und Daniel Koch (Koch & Stöß Immobilien GbR) die baufälligen Häuser 16/18 sowie 14 erworben, um dort modernes städtisches Wohnen hinter traditionellen Fassaden zu ermöglichen. Nach dem Motto »Ein bisschen Dresden, kombiniert mit einem Stückchen London« wollen sie in zentraler Lage an der ehemaligen Prachtstraße Paderborns exklusive Wohnungen und Stadthäuser schaffen. »Johannishöfe« wird das Quartier heißen.

Elf Eigentumswohnungen und fünf moderne Stadthäuser

Während der Hauskomplex 16/18 erhalten bleiben kann, aber komplett saniert werden muss, sei Haus Nummer 14 schon vor dem Abriss »Schrott« gewesen, sagte Gladen gestern: »Der älteste Teil stammt aus dem Jahr 1914, danach wurde immer wieder daran herumgebaut.« Zum Beispiel war dort Mitte des 20. Jahrhunderts die Metzgerei Dierks untergebracht. Wegen Baufälligkeit entschloss man sich, das Gebäude aufzugeben. Hier soll von Mitte 2019 an ein Neubau entstehen. Die Pläne sehen vor, dass bis Dezember 2020 dort fünf Eigentumswohnungen und ein Büro geschaffen werden. Gebaut wird im sogenannten historisierenden Stil, auch in der Höhe angepasst an das ebenfalls alte Wohnhaus 16/18.

Daniel Koch will die Fassade des Wohnhauses 16/18 nach altem Vorbild wiederherstellen und innen sechs Eigentumswohnungen schaffen. »Das Gebäude steht nicht unter Denkmalschutz, weil wirklich nur noch die Fassade aus der Gründerzeit erhalten geblieben ist«, hatte Koch Ende Januar gesagt. Das Stadthaus war um 1880 gebaut worden.

3000 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche

Hinter dem Gebäude 16/18, inmitten der ruhigen Gärten der zweiten Reihe, plant die Wegener Massivhaus GmbH fünf moderne »Townhouses« mit bis zu 150 Quadratmetern Wohnfläche. Für sie soll eine Zufahrt zwischen den Hausnummern 14 und 16 geschaffen werden. Bei einem Angebotspreis von unter 3000 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche erwartet Gladen, dass die nach dem Vorbild angesagter Metropolen geplanten »Townhouses« rasch Käufer finden. In die »Johannishöfe« werden etwa vier Millionen Euro investiert. Die Neuhäuser Straße soll so etwas von ihrem alten Glanz zurückbekommen.

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