Mo., 05.11.2018

Mehr als 300 Mitarbeiter von Sanierungsmaßnahmen des neuen Eigentümers betroffen Möbelhaus Finke wird in Paderborn geschlossen und abgerissen

Das Möbelhaus Finke in Paderborn soll Mitte des kommenden Jahres geschlossen und abgerissen werden.

Das Möbelhaus Finke in Paderborn soll Mitte des kommenden Jahres geschlossen und abgerissen werden. Foto: Besim Mazhiqi/Archiv

Paderborn (WB). Das Möbelhaus Finke in Paderborn soll Mitte des kommenden Jahres geschlossen und abgerissen werden. Das teilte das Unternehmen am Montagvormittag mit. Mehr als 300 Mitarbeiter (etwa 180 im Verkauf und rund 120 in der Verwaltung) sind davon betroffen

Nach der Übernahme Finke-Möbelhäuser durch die Krieger-Gruppe (Höffner) sei dies Teil eines Sanierungskonzeptes, hieß es in der Mitteilung. Ziel sei es, Finke dauerhaft aus der Verlustzone zu holen und die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens zu sichern.

Die Verwaltung in Paderborn schließe zum Ende 2019. Mit dem Betriebsrat solle zeitnah ein Sozialplan und Interessenausgleich verhandelt werden. Die Filialen in Münster, Hamm und Kassel sowie die Logistik in Paderborn sollen erhalten und künftig aus der Zentral-Verwaltung in Berlin geführt werden.

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Finke verliert jeden Tag Geld. Und der Wettbewerb wird immer härter.

Kurt Krieger, Inhaber

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»Auch in diesen Filialen sind umfangreiche Maßnahmen notwendig. Finke hat deutlich zu hohe Kosten und ist auch deshalb nicht wettbewerbsfähig. Gemeinsam mit dem Betriebsrat werden wir auch hier Sozialpläne erarbeiten und die nötigen Anpassungen so sozial verträglich wie möglich gestalten«, sagt der neue Eigentümer Kurt Krieger. »Finke verliert jeden Tag Geld. Und der Wettbewerb wird immer härter. Wir müssen uns neu aufstellen, nur dann haben wir auch eine Zukunft.«

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Die Gründe dafür liegen in der Vergangenheit, sind vielfältig und nicht mehr zu ändern.

Kurt Krieger, Inhaber

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Krieger: »Finke ist ein Sanierungsfall. Schon lange macht das Unternehmen operative Verluste, die seinen Bestand ernsthaft gefährden. Die Gründe dafür liegen in der Vergangenheit, sind vielfältig und nicht mehr zu ändern. Klar ist aber, wir wollen das Unternehmen retten. Dazu sind auch schmerzhafte Einschnitte unausweichlich.«

Ende August war bekannt geworden, dass Wilfried Finke seine Paderborner Einrichtungshausgruppe an den Berliner Wettbewerber Höffner verkaufte. Anfang Oktober hatte das Bundeskartellamt grünes Licht für die Übernahme gegeben.

Kommentare

Erbärmlich

Es tut mir für die Belegschaft leid. Das Verhalten der Krieger-Höffner Gruppe ist einfach nur Inakzeptabel und Erbärmlich. Hauptsache die Herren in den oberen Etagen haben ihre Schäfchen im Trockenen....Letztendlich müssen eh immer die Angestellten die Zeche zahlen.

Abgerissen

Den Standort zu schließen und das Gebäude abzureißen soll betriebswirtschaftlich alternativlos sein?

NEVER

Es geht ganz sicher um etwas ganz anderes: Zwei Männer (Krieger – Finke) , die deren Ego jeglicher Vernunft keine Chance gibt.

2 Kommentare

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