Di., 06.11.2018

Paderborner Arbeitsagentur bietet Hilfe an Transfergesellschaft für Finke-Belegschaft möglich

Ein Finke-Mitarbeiter im Lager.

Ein Finke-Mitarbeiter im Lager. Foto: Jörn Hannemann/Archiv

Von Ingo Schmitz

Paderborn (WB). Auch aus Sicht von Rüdiger Matisz, Chef der Agentur für Arbeit in Paderborn, ist die Schließung des Finke-Hauses ein Paukenschlag. »Ich bin perplex«, sagte er. Matisz ist jedoch optimistisch, dass die rund 300 Finke-Beschäftigten auf dem Arbeitsmarkt eine Chance haben. »Wir haben eine Arbeitslosenquote von fünf Prozent. Der Arbeitsmarkt wird das verkraften. Der Einzelhandel sucht dringend Personal. Im Bereich der Verwaltung muss man sehen«, erklärte er. Das hänge auch sehr stark vom Alter der Bewerber ab.

Wie geht es nun weiter?

Matisz geht davon aus, dass möglichst viele Angestellten vor Ablauf der Beschäftigungsgarantie (Verkauf: 30. Juni 2019, Verwaltung: 31. Dezember 2019) sich einen neuen Job suchen werden. Für alle anderen sei die Gründung einer Transfergesellschaft sinnvoll. »Wir bieten an, möglichst früh ins Unternehmen Finke zu gehen, um die Belegschaft zu beraten«, sagte der Agenturchef.

Was passiert bei einer Transfergesellschaft?

Nach Angaben von Rüdiger Matisz erhalten die Beschäftigten neue Arbeitsverträge, die in der Regel über ein Jahr laufen. Eine Befristung bis Sommer 2019 wäre vermutlich zu kurz. Voraussetzung sei, dass das Unternehmen bereit sei, die Transfergesellschaft mit Geld auszustatten.

Was passiert mit dem Lohn?

Der muss mit dem Unternehmen und dem Betriebsrat ausverhandelt werden.

Was sind die Vorteile einer Transfergesellschaft?

Das Geld aus dem Unternehmen wird nicht für Abfindungen eingesetzt, sondern für die Qualifizierung der Beschäftigten, um deren Chancen am Arbeitsmarkt zu erhöhen. Einen Teil der Kosten trägt dabei die Agentur für Arbeit. Neben der Qualifizierung geht es auch um eine intensive Betreuung durch die Agentur zur Weitervermittlung. Auch Bewerbungstraining gehört dazu.

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