Di., 06.11.2018

Stimmen aus Paderborn zum bevorstehenden Ende des Möbelhauses Finke Dreier: »Ich bin tief geschockt und sehr überrascht«

Paderborns Bürgermeister Michael Dreier, Landtagsabgeordneter Marc Lürbke (FDP) und Citymanager Uwe Seibel (von links).

Paderborns Bürgermeister Michael Dreier, Landtagsabgeordneter Marc Lürbke (FDP) und Citymanager Uwe Seibel (von links).

Paderborn (WB). Das Möbelhaus Finke steht vor dem Ende . 300 Arbeitsplätze sind betroffen. Die Nachricht ist ein schwerer Schlag für die Region. Wir haben am Montag mit Bürgermeister Michael Dreier, dem Landtagsabgeordneten Marc Lürbke (FDP) und Citymanager Uwe Seibel gesprochen.

»Das war so nicht absehbar, deshalb bin ich tief geschockt und sehr überrascht«, sagte Paderborns Bürgermeister Michael Dreier . Noch im August sei ihm versichert worden, dass Paderborn ein wichtiger Standort für die Krieger-Unternehmensgruppe sei. Man wolle sich in Paderborn aktiv in die Stadtgesellschaft einbringen und beabsichtige, den Namen Finke zu erhalten. Die Nachricht von Montag sei ein schwerer Schlag insbesondere für die Mitarbeiter, aber auch für den Möbelstandort Paderborn. Das Lebenswerk Wilfried Finkes werde im Sinne des Wortes platt gemacht. In einem Gespräch mit der Geschäftsleitung am Dienstagnachmittag will sich Dreier Klarheit über die Situation verschaffen. »Die Stadt hat nach wie vor sehr großes Interesse, Paderborn als bedeutenden Standort für den Möbelhandel zu erhalten. Deshalb werde ich mich für einen Wiederaufbau des Möbelhauses einsetzen. Dabei bekommt die Krieger-Gruppe jede mögliche Unterstützung seitens der Stadt.«

Der Paderborner Landtagsabgeordnete Marc Lürbke (FDP) sagte: »Diese Entscheidung kommt überraschend und ist ohne Frage ein herber Schlag ins Paderborner Kontor. Viele Fragen sind heute noch offen, besonders bin ich um die Zukunft der Mitarbeiter in Sorge. Die schmerzhafte Entscheidung der Standortauflösung zeigt aber auch erneut: Unser stationärer Handel in Paderborn und dem Rest des Landes steht massiv unter Druck gegen den Online-Handel. Das macht auch vor der Möbelbranche nicht Halt. Deshalb ist so entscheidend, unseren stationären Handel mit guten Rahmenbedingungen vor Ort zu unterstützen.«

Und Paderborns Citymanager Uwe Seibel sagte dieser Zeitung: »Daran habe ich nicht mal ansatzweise gedacht. Für die Mitarbeiter und deren Familien ist das eine schlimme Situation. Die Schließung ist für Paderborn ein großer Verlust. Die Angebotsvielfalt im Oberzentrum Paderborn leidet darunter. Ich hatte immer den Eindruck, dass Finke ein gesundes, wachsendes Unternehmen ist. Die Werbegemeinschaft verliert einen starken Partner, mit dem es immer einen guten Austausch gab. Was das finanziell ausmacht, ist noch nicht absehbar.«

 

 

 

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