Sa., 10.11.2018

18 Grundstücke und ein Spielplatz sind in Paderborn geplant Neues Baugebiet am Wiebach

Die heutige dicht bewachsene Hofzufahrt am Wiebach soll erhalten bleiben und künftig als Fuß- und Radweg dienen. Die Erschließung erfolgt über eine neue Stichstraße.

Die heutige dicht bewachsene Hofzufahrt am Wiebach soll erhalten bleiben und künftig als Fuß- und Radweg dienen. Die Erschließung erfolgt über eine neue Stichstraße. Foto: Jörn Hannemann

Von Maike Stahl

Paderborn (WB). Die Stadt Paderborn will in Neuenbeken ein neues Baugebiet ausweisen. Das Gebiet »Wiebach West« soll Platz für Grundstücke bieten, auf denen zehn Einfamilienhäuser sowie Reihen- und Doppelhäuser gebaut werden können. Pro Gebäude sollen maximal zwei Wohnungen erlaubt sein.

Den entsprechenden Beschluss hat der Bauausschuss am Donnerstagabend einstimmig auf den Weg gebracht. Das städtische Grundstück am westlichen Rand von Neuenbeken schließt unmittelbar an das bereits bestehenden Wohngebiet auf der anderen Seite der Straße Wiebach an und wird derzeit landwirtschaftlich beziehungsweise als Grünfläche genutzt.

In der Mitte des städtischen Grundstücks befindet sich eine ehemalige Hofstelle mit Wirtschafts- und Wohngebäuden, die als Lager und Flüchtlingsunterkunft genutzt wird. Der Bauernhof wird durch einen schmalen Weg von der Straße Wiebach erschlossen. Diese Zufahrt ist an beiden Seiten mit Bäumen und Büschen dicht bewachsen und soll erhalten bleiben, künftig aber ausschließlich als Fuß- und Radweg genutzt werden. Die Erschließung des neuen Baugebietes soll über einen Stichweg von der Straße Wiebach aus erfolgen.

Im südöstlichen Bereich des neuen Wohngebietes soll eine öffentliche Grünfläche mit einem Spielplatz entstehen. Die vorhandenen Gehölze sollen bis auf wenige Ausnahmen erhalten bleiben.

Auch der Quote für geförderten Wohnungsraum will die Stadt in der Planung Rechnung tragen. Auf den Investorengrundstücken sollen drei Reihenhäuser und ein Doppelhaus mit Förderung entstehen.

Für die Grünen bedauerte Claus-Jürgen Wagner zwar, dass wieder landwirtschaftliche Flächen versiegelt werden solle, seine Fraktion werde der Planung aber dennoch »schweren Herzens« zustimmen. »Das ist der großen Nachfrage nach Wohnraum und insbesondere gefördertem Wohnungsbau geschuldet«, sagte Wagner.

Da falle ihm aber ein Stein vom Herzen, entgegnete Christoph Quasten, CDU-Ratsherr und Ortsvorsteher von Neuenbeken. Es handele sich bei dem vorgestellten Entwurf nämlich um eine sehr gelungene Arrondierung der Fläche. Mit seiner ebenfalls geäußerten Kritik, dass Privatgrundstücke in Neuenbeken nicht für Wohnbebauung zur Verfügung gestellt würden, liege Wagner falsch. »Es tut sich einiges. Sie müssen vielleicht mal öfter im Ort herumfahren«, empfahl Quasten.

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