Sa., 01.12.2018

Unentschieden: Bürgermeister aus Paderborn und Bielefeld beim Derby »Heute gewinnt OWL!«

Von Ingo Schmitz

Paderborn (WB). 15.000 Fans haben am Freitag das OWL-Derby des Jahres gesehen. Mitten drin: die Stadtoberhäupter der beiden OWL-Metro­polen. Am Ende stand es 2:2 – womit nicht nur die Fans, sondern auch Michael Dreier und Pit Clausen zufrieden waren.

»Das ist ein Derby der Spitzenklasse!«, schwärmte Paderborns Bürgermeister Michael Dreier (CDU), der dieser Begegnung kräftig entgegen gefiebert hatte. Gemeinsam mit seinem Bielefelder Amtskollegen Pit Clausen (SPD) erlebte er am Abend eine Partie, die von der ersten Minute an wahnsinnig viel Stimmung und Spannung bereit hielt. »Da ist Musik drin«, meinte Dreier, als er seinen SCP-Schal während der Vereinshymne fest in den Händen hielt. Und mit der Musik meinte er nicht nur die Gesänge von der SCP-Fantribüne.

Unterschiedliche Clubs, unterschiedliche Parteibücher

Clausen und Dreier: Das ist ein Duo, das sich schon lange kennt und nicht zum ersten Mal zusammen auf der Tribüne sitzt. »Wir haben ein sehr gutes Verhältnis. Wir kämpfen beide für OWL«, merkte Dreier an. Und Clausen nickte: Wir lernen vonein­ander – unabhängig von der Parteizugehörigkeit.« Denn dass die beiden zwei unterschiedliche Parteibücher haben, ist ihnen nicht anzumerken. Das sei ebenso kein Problem, wie die Rivalität zwischen den Fußballclubs, betonten sie. Für die Region sei es ein Glücksfall, dass beide Teams wieder 2. Liga seien. »So gewinnt OWL!«

Clausen erinnerte sich am Freitagabend an seinen letzten Besuch in der Benteler Arena: »Damals spielte der SCP gegen die Bayern. Als das 7:0 fiel, fing ein kleiner Junge neben mir an zu weinen. Heute wird keiner so hoch gewinnen«, meinte Clausen und schmunzelte. Sein Tipp: »Einen Punkt nimmt die Arminia mit.« Dreier hielt mit 2:1 für den SCP dagegen. Am Ende sollte Clausen Recht behalten.

Der Abgeordnete und sein Vater

Ein paar Plätze weiter saßen am Abend Vater und Sohn zusammen. »Ein ganz seltenes Bild«, wie CDU-Bundestagsabgeordneter Carsten Linnemann gut gelaunt anmerkte. Sein Vater Antonius sei es gewesen, der ihn schon in jungen Jahren mit dem Fußballvirus infiziert habe. »Damals, als sich meine Eltern selbstständig gemacht haben, sind wir sechs mal im Jahr Samstagsmorgens um 5 Uhr nach München gefahren, und haben uns die Bayern angesehen. Und nach dem Spiel ging es wieder zurück. Heute nehme ich ab und zu meinen Vater mit ins Stadion, weil ich weiß, dass ich ihm eine Freude damit mache«, berichtete Linnemann, dessen Herz für den SCP schlägt. Und mit Blick auf den OWL-Rivalen stellte er die Verhältnisse unmissverständlich klar: »Wo steht noch mal Arminia in der Tabelle?«

Ein Duell mit Würze

Es sei faszinierend, mit welch bescheidenen Mitteln Steffen Baumgart und Markus Krösche den SCP deutschlandweit wieder auf die Agenda gehoben hätten, betonte Linnemann. Das OWL-Lokalderby sei die besondere Würze in der 2. Liga. Auch wenn es für einen Sieg des SCP nicht gereicht hat: Vater und Sohn war deutlich anzusehen, dass ihnen der Abend Spaß gemacht hat.

Kommentare

Clausen weiß nicht wovon er redet!

Entweder der Artikel ist falsch oder Clausen weiß nicht wovon er redet. Die höchste Niederlage des SCP gegen Bayern war ein 0:6.

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