Sa., 08.12.2018

Westfalenwind investiert im Paderborner Gewerbegebiet Dörener Feld 600.000 Euro Erste öffentliche Photovoltaik-Tankstelle

Die acht Ladepunkte für Elektro-Fahrzeuge (rechts), die Westfalenwind errichtet hat, werden direkt aus der Photovoltaikanlage mit mehr als 1700 Modulen vom Nachbardach gespeist.

Die acht Ladepunkte für Elektro-Fahrzeuge (rechts), die Westfalenwind errichtet hat, werden direkt aus der Photovoltaikanlage mit mehr als 1700 Modulen vom Nachbardach gespeist.

Paderborn (WB). Im Paderborner Gewerbegebiet Dörener Feld können E-Auto-Besitzer seit wenigen Tagen ihr Fahrzeug mit Sonnenstrom aufladen. Die Westfalenwind-Gruppe hat auf den Parkplätzen des Möbelhauses »Multipolster« und der »Weinstraße Köster« acht Lademöglichkeiten für Elektrofahrzeuge aufgebaut.

E-Autos können dort mit einer Leistung von bis zu 22 Kilowatt innerhalb einer Stunde gut 100 Kilometer Fahrleistung nachtanken. Gespeist werden die Ladepunkte durch eine 550 KW große Solarstromanlage auf dem Dach von Multipolster, die ebenfalls von Westfalenwind betrieben wird.

Ganz bewusst setzte die Firma dabei auf Produkte aus Deutschland. Sowohl die Photovoltaikmodule und die Wechselrichter als auch die Ladesäulen wurden in Deutschland produziert. Das Dach wurde angepachtet von der Paderborner Firma Immobilien Michels, die sich ebenfalls stark macht für den Ausbau Erneuerbarer Energien. »Es landet also echter Ökostrom direkt in den E-Autos«, freuen sich die Geschäftsführer der Westfalenwind-Solarstrom-Sparte, Daniel Saage und Peter Jakob.

Weitere E-Ladestellen geplant

Selbst an bedeckten Wintertagen kann die PV-Anlage auf dem Dach so viel Strom erzeugen, dass mehrere Fahrzeuge gleichzeitig geladen werden können. Steht kein Solarstrom zur Verfügung, landet Strom aus dem Netz in den Akkus. Dieser Strom stammt vorwiegend aus Windkraftanlagen. Getankt werden kann also rund um die Uhr.

Bezahlt wird an den Ladesäulen des Herstellers »Wallbe« aus Schlangen über die App Plugsurfing. Nutzer können sich bei dem Portal entweder vorab registrieren, oder direkt vor Ort einen QR-Code scannen und dann den Ladevorgang freigeben. Benötigt wird ein standardmäßiges Typ2-Ladekabel, das an den Ladepunkt angeschlossen wird.

Die Investitionskosten für die PV-Anlage samt den vier Ladesäulen liegen bei rund 600.000 Euro. Die Westfalenwind-Gruppe plant nach eigenen Angaben weitere solcher Solarstrom-Tankstellen. Interessierte Besitzer von Gewerbe-Dachflächen können sich bei dem Unternehmen melden.

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