Fr., 14.12.2018

Auch die Tages- und Monatstickets sollen in Paderborn teurer werden Wartelisten für Dauerparker

Für das Parkhaus Neuhäuser Tor werden zur Zeit keine Dauerparker-Tickets mehr ausgegeben. Es gibt eine Warteliste.

Für das Parkhaus Neuhäuser Tor werden zur Zeit keine Dauerparker-Tickets mehr ausgegeben. Es gibt eine Warteliste. Foto: Jörn Hannemann

Von Maike Stahl

Paderborn (WB). Parken wird in Paderborn künftig auch für Dauerparker teurer. Entsprechend der Erhöhung des Stundentarifs zum 1. April 2019 von 1,20 auf 1,40 Euro , werden auch die anderen Tickets preislich angepasst. »Das muss sein, damit wir keine Verwerfungen bekommen«, sagt ASP-Betriebsleiter Reinhard Nolte.

Der Abfallbeseitigungs- und Stadtreinigungsbetrieb (ASP) ist in Paderborn auch für die Parkraumbewirtschaftung zuständig. Denn für einige Parkflächen sind laut Nolte bereits jetzt so viele Dauerparker-Tickets verkauft, dass keine weiteren ausgegeben werden. Das gilt beispielsweise für das Neuhäuser Tor. Von 540 Parkplätzen, sind dort 100 auf dem Sparkassendeck für die Mitarbeiter des Geldinstituts geblockt. »73 Prozent der verbleibenden 440 Plätze sind an Dauerparker vergeben. Mehr geht nicht«, berichtet Nolte. Dort soll das Monatsticket künftig 58 statt 50 Euro kosten. Ähnlich sehe es bei der Tiefgarage Königsplatz aus, wo 30 Prozent der Plätze an Dauerparker vergeben sind. Weitere Monatstickets sind dort ebenso wie am Neuhäuser Tor und am Maspernplatz (350 Dauerparker bei 800 verfügbaren Parkplätzen) nicht mehr erhältlich. Es existieren Wartelisten.

Parkplätze für Dauerparker sind nicht reserviert

Allerdings sind die Parkplätze für Dauerparker nicht reserviert. »Wenn das Parkhaus oder der Parkplatz voll sind, nutzt das Ticket auch nichts«, stellt Nolte klar. Viele Inhaber von Dauerparkkarten fangen aber so früh an zu arbeiten, dass sie auch problemlos einen freien Platz fänden. »Wir müssen an das Thema aber ran und uns überlegen, wie wir künftig damit umgehen«, stellt Nolte am Dienstag im Haupt- und Finanzausschuss klar.

In der Sitzung war die Vorsitzende des Betriebsausschusses, SPD-Ratfrau Ulrike Heinemann, irritiert, dass die Dauerparktarife ebenfalls erhöht werden sollen. Der Betriebsausschuss hatte, wie am 30. November berichtet, auf Antrag der CDU beschlossen, die Parkgebühren nicht nur um 10 Cent pro Stunde zu erhöhen, sondern direkt um 20 Cent. »Wir dachten, das bezieht sich nur auf die Stundentarife und nicht auf alles«, sagte Heinemann. Durch die Umrechnung auf die Dauerparkkarten sei der Schülertarif für das Parkhaus Rolandsweg aus Sicht der SPD viel zu hoch ausgefallen. Dort soll die Monatskarte vom 1. April an 30 statt bisher 25 Euro kosten. Das Tagesticket 2,50 statt bisher 2 Euro. »Wir hätten uns zudem eine grundsätzliche Diskussion gewünscht, wie die verschiedenen Tarifzonen gestaltet werden oder ob die Busse samstags kostenlos verkehren«, begründete Heinemann die Ablehnung der SPD.

Im Vergleich zu umliegenden Städten immer noch günstig

Die wird es laut der Technischen Beigeordneten Claudia Warnecke allerdings ohnehin im Rahmen des integrierten Mobilitätskonzeptes geben. »Wir haben den Komplex Parken und Park&Ride extra vorgezogen, weil in diesem Zusammenhang auch geschaut werden soll, ob es entsprechende Lösungen für die Zeit des Brückenbaus in der Bahnhofstraße gibt« , sagte sie.

Für die CDU erinnerte Dieter Honervogt daran, dass die Parkgebühren in Paderborn im Vergleich zu den umliegenden Städten immer noch sehr günstig seien. Zudem seien gerade erst vier Millionen Euro in die Tiefgarage Königsplatz investiert worden und weitere Millioneninvestitionen stünden am Neuhäuser Tor, am Rolandsweg und für die neue Ausfahrt am Königsplatz noch bevor. »Da passt eine aus unserer Sicht immer noch moderate Erhöhung absolut ins Bild«, sagte er. Das Konzept der Parkraumbewirtschaftung werde davon in keinster Weise berührt, da die Erhöhung der Dauerparktarife prozentual der des Stundentarifs entspreche.

Linksfraktions-Sprecher Reinhard Borgmeier war die Erhöhung immer noch nicht ausreichend. »Deshalb werden wir auch nicht zustimmen«, kündigte er an. »Wer sich heute gegen die Erhöhung von Parkgebühren ausspricht, wird sich morgen über Dieselfahrverbote wundern.« Die Mehrheit von CDU und Grüne empfiehlt dem Rat aber die Erhöhung.

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