Sa., 12.01.2019

Bürger und Geschäftsleute über die Baustellen-Beschilderung verärgert Ortsmitte Wewer wird zur Sackgasse

Durch dieses Sackgassenschild vor der Apotheke fühlen sich Geschäftsleute am Alten Hellweg abgehängt.

Durch dieses Sackgassenschild vor der Apotheke fühlen sich Geschäftsleute am Alten Hellweg abgehängt. Foto: Stienecke

Von Manfred Stienecke

Paderborn (WB). Wer in den Stadtteil Wewer fährt, macht seit dem 10. Januar eine unliebsame Erfahrung. Weil die Hauptverkehrsader aufgrund von Bauarbeiten nun komplett unterbrochen ist, landen viele Autofahrer in einem Labyrinth.

Nach einem Verkehrschaos am ersten Tag der Sperrung des Alten Hellwegs zwischen der Kleestraße und der Straße »Im Tigg« hat sich die Situation am Tag darauf zwar schon etwas entschärft. Dennoch bringt die Verkehrsführung viele Bürger und Geschäftsleute weiterhin auf die Palme.

Kritisiert wird von den Geschäftsinhabern im nördlichen Teil des Alten Hellwegs vor allem die Sackgassen-Beschilderung in Höhe der Apotheke, die suggeriere, dass man hier nicht weiterfahren könne. Wer dort einkaufen möchte, hat aber auch weiterhin die Möglichkeit, die Parkplätze vor den Geschäften anzusteuern.

Schranke an der »Wasserburg«

Böse Überraschungen erfahren derzeit ortskundige Autofahrer, die ihr Ziel über Schleichwege zu erreichen versuchen. Sie landen zum Beispiel bei der Umfahrung der Baustelle über die »Wasserburg« vor einer neu installierten, beleuchteten Schranke und müssen wenden.

Wer glaubt, über die Dorfstraße schneller ans Ziel zu kommen, sollte besonders aufpassen. Hier stand an den vergangenen Tagen ein Radarwagen des Paderborner Ordnungsamtes. Am ersten Tag blitzte es in der verkehrsberuhigten Zone, erlaubt sind maximal 10 Stundenkilometer, nach Beobachtungen von Anliegern im Minutentakt, und auch am Freitag rauschten innerhalb von zwei Stunden 80 Fahrer mit überhöhter Geschwindigkeit in die Radarfalle.

Tempo 30 auf dem Delbrücker Weg

Überraschend flüssig geht es derweil auf der »U7«, der ausgeschilderten Umleitungsstrecke für den Durchgangsverkehr, zu, obwohl auf dem dafür ausgewiesenen Delbrücker Weg das Tempo von 50 auf 30 Stundenkilometer reduziert wurde. Abschnittsweise sorgt ein absolutes Halteverbot dafür, dass neben den ohnehin vorhandenen Fahrbahnverengungen nicht noch geparkte Autos den Verkehrsfluss hemmen.

Dennoch kommt es immer wieder zu heiklen Verkehrssituationen durch Autofahrer, die die Umleitungsempfehlungen missachten. So blockierte zum Beispiel ein polnischer Sattelzug für knapp 20 Minuten die Kreuzung Alter Hellweg/Im Tigg, weil der Fahrer sein Gespann vor der Straßensperre auf der engen Fahrbahn umständlich wenden musste.

Der Alte Hellweg soll in zwei weiteren Bauabschnitten bis zur Pfarrkirche (Einmündung »Lanfert«) saniert werden. Mit den entsprechenden Bauarbeiten müssen die Weweraner voraussichtlich bis zum September 2021 leben.

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