Sa., 19.01.2019

Rückblick nach dem Jubiläumsjahr – weiterer Glockentag im August Dom und Kapelle im Fokus

100.000 Besucher haben Dom und Bartholomäuskapelle (links) besucht. Die Kapelle erhält im August eine neue Glocke für den Dachreiter, der seit 100 Jahren leer ist. Im Sommer ist die Glocke gegossen worden.

100.000 Besucher haben Dom und Bartholomäuskapelle (links) besucht. Die Kapelle erhält im August eine neue Glocke für den Dachreiter, der seit 100 Jahren leer ist. Im Sommer ist die Glocke gegossen worden. Foto: Ingo Schmitz

Von Ingo Schmitz

Paderborn (WB). Nach 18 Monaten sind am Freitag die Feierlichkeiten des Doppel-Jubiläums von Bartholomäuskapelle und Imad-Dom zu Ende gegangen. Einiges von den positiven Erfahrungen soll in die Zukunft getragen werden.

Mit Schätzungen, wie viele Menschen mit den Aktionen und Veranstaltungen rund um den Dom erreicht wurden, ist Dompropst Monsignore Joachim Göbel äußerst zurückhaltend. »100.000 mindestens«, meint Projektkoordinator Daniel Born schließlich vorsichtig. Es dürften aber weitaus mehr sein angesichts der großen Resonanz beim Weihetag, den Markttagen, der mittelalterlichen Dombauhütte und der Gotik-Ausstellung, die allein von 30.000 Menschen besucht worden ist. Das Angebot reichte zudem von mehr als 400 Führungen bis hin zu Vorlesungsreihen der Theologischen Fakultät.

Beeindruckendes Festwochenende

Besonders beeindruckt zeigte sich der Dompropst nicht nur vom Festwochenende am 22. Juli , sondern auch vom Essen für Obdachlose, das mitten im Dom stattfand. Monsignore Göbel glaubt, dass die positiven Erfahrungen den Menschen in Erinnerung bleiben: »Der Dom hat sich geöffnet. Wir haben gezeigt, dass er ein Haus für alle ist – egal ob katholisch oder nicht. Er ist zudem spirituelles Zentrum der gesamten Stadt.«

Domvikar Dr. Nils Petrat ergänzte, dass sich durch den Umbau vor dem Paradiesportal nun auch die Stadt hin zum Dom geöffnet habe. »Es gibt keine Mauer mehr, die trennt«, sagte er.

Glocken als bleibende Erinnerung

Als bleibende Erinnerung an das Weihejubiläum verfügt der Dom nun über das komplettierte Geläut , für das die Glockensachverständigen Pastor Dr. Gerhard Best und Theo Halekotte äußerst dankbar sind. Der Dank richte sich vor allem auch an die Spender.

Ein etwas kleineres Glocken-Ereignis soll es in diesem Jahr am 24. August geben. Wie berichtet, ist im Sommer in der mittelalterlichen Dombauhütte am Abdinghof die kleine Theophilusglocke nach historischen Vorbild aus Bronze gegossen worden. Sie soll künftig im Dachreiter der Bartholomäuskapelle thronen. »Der Guss ist gelungen«, berichtete der Dompropst am Freitag.

Kapellenglocke wird von Februar ausgestellt

Am 11. Februar, 10 Uhr, wird die Glocke angeliefert und dann für mehrere Monate im Dom ausgestellt. »Wir bekommen damit eine Kopie der ältesten westfälischen Glocke aus dem 11. Jahrhundert und somit das Klangbild aus der damaligen Zeit«, lobte Dr. Best die archäologische Maßnahme.

Schon jetzt meldeten sich Glocken-Fans aus ganz Deutschland, um Details in Erfahrung zu bringen. Ob das 50 Kilogramm schwere sowie 45 Zentimeter hohe Instrument per Hand oder elektrisch betrieben werden soll, muss noch beschlossen werden. Ein Spender habe schon die Übernahme der Kosten signalisiert.

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.

Google-Anzeigen

© WESTFALEN-BLATT
Vereinigte Zeitungsverlage GmbH

Alle Inhalte dieses Internetangebotes, insbesondere Texte, Fotografien und Grafiken, sind urheberrechtlich geschützt. Verwendung nur gemäß der Nutzungsbedingungen.

Mehr zum Thema

Anzeige


https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6330794?categorypath=%2F2%2F2158585%2F2158590%2F2198384%2F2198401%2F2512560%2F