Sa., 19.01.2019

Kabarettist findet Forschung der Uni Paderborn albern Nuhr führt Professorin vor

Dieter Nuhr zog am Donnerstag vom Leder.

Dieter Nuhr zog am Donnerstag vom Leder. Foto: dpa

Von Dietmar Kemper

Paderborn (WB). Auf diese zweifelhafte Werbung hätte Ilona Horwath gut verzichten können. In seiner ARD-Kabarettsendung »Nuhr im Ersten« hat Dieter Nuhr (58) die Forschung der Wissenschaftlerin der Uni Paderborn durch den Kakao gezogen.

Ilona Horwath ist Professorin für Technik und Diversität und arbeitet im Institut für Leichtbau mit Hybridsystemen. In dem vom Bundesforschungsministerium geförderten Projekt »Fortesy«, in dem es um Effizienz und Sicherheit bei der Feuerwehr geht, befasst sich Horwath mit der Diversität, also Vielfalt, bei den Brandbekämpfern.

Genüsslich zitierte Nuhr am Donnerstagabend Erkenntnisse der Wissenschaftlerin wie diese: »Weiße, heterosexuelle Männer aus der Arbeiterschicht stellen bei der Feuerwehr die Mehrheit und prägen das Bild des typischen Feuerwehrmannes.« Dass Frauen und Migranten kaum vertreten seien, kommentierte Nuhr mit dem Hinweis, dass »auch Blinde« in der Feuerwehr unterrepräsentiert seien.

Die Uni Paderborn hatte im Dezember mitgeteilt, es sei ein zentrales Problem vieler Feuerwehren, dass »Frauen und Migranten nicht nur unterrepräsentiert, sondern häufig auch unerwünscht« seien. Die Professorin wird so zitiert: »Wir analysieren, welche Herausforderungen es aus Sicht der Feuerwehrleute gibt und weshalb Interkulturalität als Problem empfunden wird.«

Nuhr findet die Forschung der Paderborner Wissenschaftlerin albern und überflüssig. Er hoffe, dass die Feuerwehr weiterhin alle Anstrengungen »aufs Löschen« verwende.

Kommentare

recht hat er

dieses land wird langsam irre!
nuhr hat recht!
albern ist masslos untertrieben

1 Kommentare

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