Mo., 11.02.2019

Vier international renommierte Bands auf zwei Bühnen in der Paderhalle 1000 Gäste feiern bei Jazz- und Bluesparty

Harriet Lewis ist die »Queen of Blues« aus Philadelphia. Begleitet wird sie von Gregor Hilden (links) und seinem Trio.

Harriet Lewis ist die »Queen of Blues« aus Philadelphia. Begleitet wird sie von Gregor Hilden (links) und seinem Trio. Foto: Michael Welling

Von Michael Welling

Paderborn (WB). Ausgelassene Stimmung herrschte bei der zehnten Auflage der Jazz- und Bluesparty. Sie wird gemeinsam vom Paderborner Jazzclub und der Paderhalle ausgerichtet.

Schon um kurz nach 20 Uhr heißt es an der Kasse »Nichts geht mehr«. Wer die begehrten Karten nicht schon im Vorverkauf erworben hat, kommt nicht mehr rein. Bis in die frühen Morgenstunden feiern dann rund 1000 Besucher quer durch alle Altersgruppen eine Riesenparty, wobei schwer zu beurteilen ist, welche der vier international renommierten Livegruppen nun der Abräumer des Abends gewesen ist.

Hervorgegangen aus dem jährlichen Jazz-Band-Ball ist die Jazz- und Bluesparty schnell eine feste Institution im Paderborner Festkalender geworden. Auf zwei Bühnen parallel geht es in den liebevoll bis ins Detail dekorierten Foyers sechs Stunden lang musikalisch voll ab – viel Gelegenheit zum Zuhören und Abtanzen, aber auch Zeit, an einem ruhigen Plätzchen das eine oder andere Gespräch zu führen oder einen kleinen Imbiss zu nehmen.

Königin des Blues

Für die Stimmung sorgen alle Gruppen, jede auf ihre Weise. Auf der oberen Bühne betritt Punkt 20 Uhr Harriet Lewis, die »Queen of Blues« aus Philadelphia die Bühne. Die charismatische Sängerin hat nicht nur eine beeindruckende Bühnenpräsenz, sondern verfügt auch über eine enorm ausdrucksvolle Stimme, mit der sie – begleitet vom »Gregor Hilden Organ Trio« – das Publikum in den Bann zieht.

Im unteren Foyer findet derweil die »Latvian Blues Band« aus Riga schnell ihr begeisterungsfähiges Publikum. Ihr folgt mit der »Al Jones Blues Band« eine Formation, die seit drei Jahrzehnten die europäische Rock- und Bluesszene Szene wesentlich mit prägt. Sie überzeugt nicht nur durch starke Bläsersätze, sondern bringt mit Yvonne Isegrei auch eine der wenigen weiblichen Blues-Gitarristen auf die Bühne.

Vierte im Bunde schließlich sind im oberen Foyer die »Boogie Soulmates XL« um die mitreißende Sängerin Alicia Emmi Berg, die als Special-Guest den US-Blues-Harp-Virtuosen Mitch Kasmar begleitet. Welche der vier Gruppen letztendlich der Publikumsliebling war, sei dahingestellt, da bei jeder der musikalisch unterschiedlichen Gruppen »voll die Post abging«. Alle Musiker werden dann bei der traditionellen gemeinsamen Jam-Session zum Abschluss der Party von einem begeisterten Publikum zu Recht frenetisch gefeiert.

Kommentare

Klasse Event

Durch diese Tageszeitung wurde ich auf die Jazz und Blues Party aufmerksam ebenso erweckten die Werbeaufsteller meine Neugier. Gregor Hilden lernte ich in den 1990er Jahren in Münster kennen und seine
Gitarrenkünste zu schätzen. Da wusste ich meine Erwartung wird erfüllt. Von drei anderen Bands wurde ich ebenfalls nicht enttäuscht. Besonders der Sound von Boogie Soulmates XL mit der großartigen Sängerin Alicia Emmi Berg war ein Hammer. Ein ganz hervorragender Abend.

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