Do., 14.02.2019

Paderborner CDU-Stadtratsfraktion fordert rasche Aufklärung Bildstock in Trümmern

Zerstörtes Denkmal in Schloß Neuhaus: So fand Markus Pollmeier, Sachkundiger Bürger im Bezirksausschuss Schloß Neuhaus für die CDU, den zertrümmerten Bildstock im Wald am Wilhelmsberg.

Zerstörtes Denkmal in Schloß Neuhaus: So fand Markus Pollmeier, Sachkundiger Bürger im Bezirksausschuss Schloß Neuhaus für die CDU, den zertrümmerten Bildstock im Wald am Wilhelmsberg.

Paderborn (WB). Am Wilhelmsberg in Schloß Neuhaus ist ein Bildstock offenbar bei Rodungsarbeiten zerstört worden. Die CDU-Stadtratsfraktion erwartet nun von der Verwaltung und vom Stadtförster eine rasche Aufklärung und Restaurierung der Kreuzwegstation.

»Bäume fällen oder schwere Äste in großen Höhen abschneiden ist nicht einfach. Das weiß jeder, der es schon einmal gemacht hat«, sagt Ratsherr Bernhard Schaefer. Fallrichtungen und -schneisen müssten abgeschätzt, Größenverhältnisse richtig kalkuliert werden. Vorsichtsmaßnahmen für Menschen und Bauwerke sollten getroffen werden. Aber genau das habe in Schloß Neuhaus im Hubertusweg am Wilhelmsberg bei Rodungsarbeiten offensichtlich nicht funktioniert.

»In mehrere Teile zerschlagen wurde dabei einer von mehreren Bildstöcken, ein historisches Kleinod, das die Volksfrömmigkeit unserer Vorfahren im Paderborner Land im 19. Jahrhundert dokumentiert«, sagt Ortsheimatpfleger und Ratsherr Michael Pavlicic. Die aus Ziegelsteinen im Jahr 1862 gemauerten und verputzten Kreuzwegstationen schildern auf Reliefbildern den Leidensweg Christi.

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Es geht nicht um Bestrafungen

Ratsherr Bernhard Schaefer

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Für Ratsherr Bernhard Schaefer hat jetzt dringende Priorität: »Es geht nicht um Bestrafungen. So etwas ist ein Unglück, so etwas passiert und man ist froh, dass keine Menschen verletzt worden sind.« Trotzdem müsse jetzt, so Schaefer, schnellstens genau geklärt werden: »Wer ist für den Schaden verantwortlich? Wie kann so etwas zukünftig verhindert werden? Wo ist der Schaden gemeldet worden? Welche Versicherung zahlt?«

Deswegen soll es möglichst umgehend zu einem ersten Vor-Ort-Termin kommen, an dem neben der Verwaltung, der Forst- und der Denkmalsbehörde auch Vertreter der Neuhäuser Schlosskompanie, die sich die alljährlich Pflege und Erhaltung der Kreuzwegstationen zur Aufgabe gemacht hat, zu beteiligen sind.

Der Kulturpolitiker Pavlicic ergänzt aus denkmalhistorischer Sicht: »Ganz wichtig ist jetzt die schnelle Sicherung der Originalteile vor der Witterung, um den Bildstock möglichst komplett, detailgetreu und fachmännisch restaurieren zu können.«

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