Plus 1,1 Prozent: Einwohnerzahl steigt überdurchschnittlich
Die Stadt Paderborn wächst

Paderborn (WB). Im Jahr 2018 wuchs die Einwohnerzahl der Stadt Paderborn um 1.720 Personen. Dies entspricht einem Anstieg um 1,1 Prozent, der deutlich über dem durchschnittlichen Wachstum der Jahre 2008 bis 2017 liegt.

Montag, 04.03.2019, 04:30 Uhr
Im Jahr 2018 wuchs die Einwohnerzahl der Stadt Paderborn um 1720 Personen. Dies entspricht einem Anstieg um 1,1 Prozent, der deutlich über dem durchschnittlichen Wachstum der Jahre 2008 bis 2017 liegt. Foto:
Im Jahr 2018 wuchs die Einwohnerzahl der Stadt Paderborn um 1720 Personen. Dies entspricht einem Anstieg um 1,1 Prozent, der deutlich über dem durchschnittlichen Wachstum der Jahre 2008 bis 2017 liegt.

Wie die Statistik der Stadt weiter mitteilt, war die Bevölkerungszahl 2017 um 467 Einwohner gestiegen. Die Bevölkerungszahl liegt nun bei 152.422 Einwohnern, wobei die 150.000er-Marke erstmals am 1. November 2016 überschritten worden war.

Der Jahresbericht des Amtes für Statistik führt weiterhin aus, dass sich vor allem im November und Dezember 2018 sehr viele Personen mit Zweitwohnsitz in Paderborn aufgrund der Einführung der Zweitwohnungssteuer ab dem 1. Januar 2019 dazu entschlossen haben, in Paderborn ihren Erstwohnsitz anzumelden. Bis Ende Oktober lag der Gesamtzuwachs bei +342 Personen, in den beiden darauffolgenden Monaten lag der Saldo bei +609 im November und +739 im Dezember.

Deutlich weniger Babys

Im Laufe des Jahres hat auch die Zahl der ausländischen Mitbürger weiter zum Wachstum beigetragen, zurzeit leben 18.614 Personen mit nicht-deutschem Pass in Paderborn. Das sind 896 oder 5,1 Prozent mehr als am Jahresende 2017. Ihr Anteil an der Bevölkerung beträgt jetzt 12,2 Prozent (2017 = 11,8). Am stärksten gestiegen ist die Zahl der Mitbürger aus Syrien um 200 Personen auf jetzt 2404 Personen.

Damit stellen die Syrer im dritten Jahr die stärkste Gruppe von Ausländern in Paderborn, sie hatten im November 2016 die türkische Gemeinschaft abgelöst. Aber auch aus Indien (+150, jetzt 575) und aus Polen (+74, jetzt 1676) sind 2018 viele Menschen neu nach Paderborn gekommen. Weiterhin ist Zahl der serbischen Mitbürger am stärksten zurückgegangen (-25, jetzt 293 Personen), was auch auf Einbürgerungen zurückzuführen ist.

Ein positives Ergebnis weist die »natürliche Bevölkerungsbewegung« auf. Dabei fiel die Geburtenzahl mit 1525 Babys wieder deutlich niedriger aus als im Vorjahr (2017 = 1596). Da in den drei Vorjahren die Geburtenzahl höher ausgefallen ist, führt dies in den nächsten Jahren zu einer entspannenden Auswirkung auf die Kindergärten und eventuell die Grundschulen. Die Zahl der Sterbefälle lag mit 1298 (Vorjahr = 1258) zum fünften Mal in sechs Jahren über 1200 und erreicht einen neuen Rekordwert. Da immer mehr Menschen ein Alter über 80 Jahre erreichen, wird die Zahl der Sterbefälle in den nächsten Jahren voraussichtlich weiter ansteigen.

Viele Zweitwohnsitze in Erstwohnsitze umgemeldet

Die sogenannten »Wanderungen« trugen auch durch den genannten Wohnsitzwechsel den weitaus stärkeren Teil zum Bevölkerungswachstum bei. Hierbei fiel die Zahl der 10.036 Zuzüge (2017: 8411) deutlich höher aus als im Vorjahr. Die Fortzugszahl war mit 8543 Personen leicht höher als in 2017 (= 8282). Beide zusammen ergaben einen hohen Wanderungsgewinn von + 1493 Personen (2017 = +129, 2016 = + 245). Die Zuzüge und der Wanderungsgewinn sind dabei deutlich beeinflusst von den Ummeldungen ehemaliger Zweitwohnsitze in Erstwohnsitze.

Den stärksten Zuwachs innerhalb der Stadtteile Paderborns weisen in 2018 die Kernstadt (+1386), Schloß Neuhaus (+193), Elsen (+141) und Dahl (+38) auf. Benhausen (-31) dagegen schrumpfte, während Marienloh (+17), Wewer (+4), Neuenbeken (-13) und Sande (-15) weitgehend stagnierten.

Reduziert hat sich in 2018 trotz des Bevölkerungswachstums die Zahl der Kinder und Jugendlichen zwischen 0 und 2 (-2,8 Prozent) sowie zwischen 10 und 17 Jahren (-1,6 Prozent). Alle anderen Altersgruppen wuchsen oder stagnierten. Am stärksten ist ein Zuwachs bei den Senioren ab 80 Jahren zu erkennen, mit +4,4 Prozent und bei den jungen Erwachsenen zwischen 18 und 29 (+4,0 Prozent). Aber auch die Zahl der Kinder im Kindergartenalter von drei bis fünf Jahren (+3,4 Prozent) hat deutlich zugenommen.

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