Do., 07.03.2019

Landrat spricht von »erschreckendem Ergebnis« 45 Autofahrer am Handy erwischt

Symbolfoto.

Symbolfoto. Foto: dpa

Paderborn (WB). Bei den Schwerpunktkontrollen der Polizei im Kreis Paderborn sind am Donnerstag etliche Verkehrsverstöße registriert worden. »Das Ergebnis ist erschreckend«, bilanziert Landrat Manfred Müller.

Zwischen 7 und 13 Uhr stoppten die Einsatzkräfte 45 Fahrerinnen und Fahrer, die während der Fahrt ihr Handy bedienten. Müller: »Das sind 45 Situationen, die zu einem schweren Unfall hätten führen können.«

Neben der gezielten Überwachung hinsichtlich der Handynutzung setzte die Polizei auch Lasergeräte zur Geschwindigkeitsüberwachung ein. 49 Verkehrsteilnehmer fielen mit überhöhter Geschwindigkeit auf und mussten Verwarngelder bezahlen oder bekommen Bußgeldbescheide zugeschickt.

Darüber hinaus stellten die Beamten 21 weitere Verkehrsverstöße fest, beispielweise das Nichtbeachten der Gurtpflicht, falsches Abbiegen oder Vorfahrtsverletzungen. Die Kontrollen fanden an der B68 in Lichtenau-Kleinenberg sowie rund um Paderborn An der Talle, auf der Münsterstraße und der Borchener Straße statt. Zwei Teams waren mobil im Stadtgebiet unterwegs.

Unter dem Motto »#PassAuf!« kündigt Landrat Manfred Müller weitere Schwerpunktkontrollen an: »Die Bevölkerung versteht, dass wir agieren müssen, um schwere Unfälle zu vermeiden.«

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Die Bevölkerung versteht, dass Unfallprävention wichtig ist. Die Bevölkerung ist aber auch nicht blöd, und erkennt es, wenn Schwerpunktkontrollen auf Handynutzung am Steuer als purer Aktionismus durchgeführt werden. Die Begründung für diese Kontrollen war die Unfallstatistik Ende Februar - ohne ein Wort darüber zu verlieren, was genau denn die Ursachen für diese Unfälle sind. Es wurde mal eben einfach so die Handynutzung als Grund aus dem Hut gezaubert. Hauptsache man kann den "Kontrolldruck erhöhen", damit der Bürger sich noch mehr als eh schon gedrängt, gegängelt, kriminalisiert, bevormundet und überwacht fühlt. Wer so den Law & Order Hardliner gibt, der braucht sich nicht wundern, wenn er früher oder später politischen Gegenwind erntet, weil der Bürger sich mehr und mehr gefangen in einem Überwachungs- und Polizeistaat wähnt, wo schon man schon dafür bestraft wird, dass etwas "hätte passieren können", und wo die individuellen Freiheitsrechte auch z.B. von Rufern nach eine Radfahrhelmpflicht immer weiter eingeschränkt werden.

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