So., 24.03.2019

Politik hat die Rahmenplanung für den Lippesee einstimmig beschlossen Rohdiamant soll geschliffen werden

Drei neue Parkplätze sieht der Rahmenplan Lippesee vor. Der größte soll am Nordufer auf dem heutigen Betriebsgelände der Firma Siemensmeyer entstehen, einer an der B 64 und ein spezieller Parkplatz für Fahrzeuge mit Anhänger am Gut Lippesee, wo die Kanuten künftig starten sollen. Der Wohnmobilstellplatz soll an den Dorfplatz in Ufernähe verlegt werden. Dort sind auch Ferienhäuser geplant.

Drei neue Parkplätze sieht der Rahmenplan Lippesee vor. Der größte soll am Nordufer auf dem heutigen Betriebsgelände der Firma Siemensmeyer entstehen, einer an der B 64 und ein spezieller Parkplatz für Fahrzeuge mit Anhänger am Gut Lippesee, wo die Kanuten künftig starten sollen. Der Wohnmobilstellplatz soll an den Dorfplatz in Ufernähe verlegt werden. Dort sind auch Ferienhäuser geplant.

Von Maike Stahl

Paderborn (WB). Lippesee, Nesthauser See und Brockhofsee sollen zu einem Diamanten im Paderborner Freizeitangebot werden. Gleich vier Ausschüsse haben am Donnerstag die entsprechende Rahmenplanung einstimmig verabschiedet. Bis diese realisiert ist, wird aber noch einiges Wasser die Lippe hinunterfließen. Folgende Maßnahmen sind geplant:

Seenutzung

Die Mammutaufgabe ist gleich zu Beginn des Prozesses zu bewältigen: Denn es gilt zwischen verschiedenen Eigentümern mit unterschiedlichen Interessen zu vermitteln und möglichst eine Standortgemeinschaft zu gründen. Eine vertraglich ausgehandelte Seeordnung soll Konflikte vermeiden und ist Grundlage für die weitere Planung. Eine Erweiterung der Nutzung ist für den Bereich der Wasserskianlage vorgesehen.

Wegenetz

Für Fußgänger und Radfahrer sollen zwei neue Verbindungen geschaffen werden: zum einen ein Lückenschluss zwischen dem Weg am Sander Friedhof, der derzeit als Sackgasse endet, zum Auslaufbauwerk hin, und zum anderen vom Gartenschaugelände in Schloß Neuhaus entlang der Lippe zum See. Drei Rundwege sollen um den Lippesee (beleuchtet), den Nesthauser See und den Brockhofsee vervollständigt und zu einem zusammenhängenden Wegenetz verknüpft werden.

Zudem soll etwa auf Höhe des Gutes Lippesee eine neue Querungsmöglichkeit über die B64 geschaffen werden. Eine Querungshilfe soll an der Sander Straße entstehen. Zusätzlich zu den vier Meter breiten, asphaltierten Rundwegen für Fußgänger und Radfahrer soll es rein fußläufige, unversiegelte Abstecher geben, zum Beispiel einen Uferweg über den Damm zwischen Lippe und Lippesee.

Parkplätze

Die Planer wollen den Verkehr zum See aus Sande selbst heraushalten. Deshalb sollen ein Parkleitsystem installiert und zusätzliche Parkplätze geschaffen werden. Ein großer Parkplatz soll auf dem Siemensmeyer-Betriebsgelände am Nordufer entstehen. Die direkt auf dem Rundweg liegenden Parkplätze an der Nesthauser Straße sowie beim Seglerverein sollen verlegt werden, um Konflikte zwischen Autos, Radlern und Fußgängern zu vermeiden.

Auch der Wohnmobilstellplatz soll an das Ende der Straße Zum Dorfplatz verlegt und durch die Öffnung zum Wasser aufgewertet werden. Da die Haupteinstiegsstelle für Kanuten zum Gut Lippesee verlegt werden soll, soll dort ein Parkplatz für Fahrzeuge mit Anhänger sowie eventuell Reisebusse ausgewiesen werden.

Außerdem sollen dezentrale Abstellanlagen für Fahrräder an Aufenthalts- und Erholungsstandorten gebaut werden. Ein Rastplatz für Fahrradfahrer an der Römerroute befindet sich bereits in Planung. Für diejenigen, die mit dem Bus anreisen, soll eine zusätzliche Haltestelle in der Nähe des Nordufers geschaffen werden.

Seezugänge

Insgesamt sollen mehr Zugänge zum See mit Terrassen, Aussichtsplattformen und Steganlagen entstehen. Standorte sind unter anderem der vorgelagerte Uferbereich am Gut Lippesee, am Dorfplatz und der Spitze der Landzunge am Nordufer. Die neuen Seezugänge sollen nicht als Badestellen genutzt werden. Dafür darf ausschließlich das Strandbad genutzt werden, das möglichst kostenlos zugänglich gemacht werden soll.

Strandbad

Die Landzunge südlich der bestehenden Gastronomie soll erhalten und in Richtung Bucht verbreitert werden, um mehr Raum für Liegewiesen und Veranstaltungsangebote zu schaffen. Eine Seepromenade soll die Landzunge umrunden und einen Aussichtspunkt an deren Spitze erschließen. Diese soll treppenförmig als Seetribüne entstehen. Der öffentliche Sandstrand soll nach Süden erweitert werden und den Seitenarm der Thune einbeziehen, wo in Verbindung mit dem Strand ein Wasserspielplatz entstehen soll.

Erweiterung Dorfplatz

Mit der Erweiterung des Dorfplatzes soll sich der Ortsteil über eine Wiesenfläche weiter zum Wasser entwickeln. Eine Steganlage über das Wasser soll den Lippesee erlebbar machen. Im Bereich des Grundstücks der Firma Siemensmeyer könnten Ferienhäuschen am Wasser entstehen.

Wie geht es weiter?

Auf Grundlage der Rahmenplanung, die für künftige Überlegungen als Leitlinie dient, müssen die Seenutzungsordnung ausgehandelt und Planungsgrundlagen geschaffen werden. Um die Finanzierung der konkreten Maßnahmen abzusichern, ist ein Inte­griertes Handlungskonzept nötig, über das Fördermittel zu bekommen sind. »Ein Zeit- oder gar Kostenplan ist derzeit nicht abschätzbar«, stellt die Technische Beigeordnete Claudia Warnecke klar.

Kommentare

Unnötig!

Grauenhaft was da geplant ist. Die wollen soooo große Sachen planen, dabei würden ein paar mehr Bänke und Mülleimer für unseren Lippesee vollkommen reichen! Hauptsache erstmal alles Privatisieren. Jetzt ist alles noch schön zugänglich aber bald kommen die Zäune und als Anwohner kann man nicht mal mehr entspannt mit dem Hund gehen... ich hoffe es kommt kein Finanzierungsplan zu Stande!

1 Kommentare

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