Mo., 15.04.2019

30 Darsteller stellen die letzten Tage Jesu szenisch und musikalisch nach Passionsspiel in der Marktkirche

Jesus-Darsteller Salim Angelo Karas erleidet den Kreuzestod.

Jesus-Darsteller Salim Angelo Karas erleidet den Kreuzestod. Foto: Stienecke

Von Manfred Stienecke

Paderborn (WB). Mit einem Passionsspiel ist in der Paderborner Marktkirche die Karwoche eingeleitet worden. 30 Darsteller setzten im Gottesdienst die Leidensgeschichte Jesu um.

In der Regie der heimischen Konzertsängerin Petra Merschmann und unter der musikalischen Leitung ihres Ehemanns Volker Merschmann wurden im gesamten gut besuchten Kirchenschiff, vor allem aber im Altarraum, die letzten Tage Jesu vom Einzug nach Jerusalem über das letzte Abendmahl mit den zwölf Jüngern und der Verhaftung im Garten Gethsemane bis zum Kreuzestod nachgestellt.

Das Ensemble spielte in Kostümen jener Zeit das Geschehen nach dem Text des Evangeliums. Besonders eindrücklich geriet die Kreuzigungsszene. Den Gläubigen in der Marktkirche fuhren die Schmerzensschreie des mit dem Dornengeflecht gekrönten Jesus-Darstellers Salim Angelo Karas beim Martyrium auf Golgatha durch Mark und Bein. Nicht wenigen Besuchern standen Tränen in den Augen – so realitätsnah geriet die Passion.

In weiteren Hauptrollen agierten Stephan Wurst (Kaiphas), Helmut Beyer (Nikodemus), Mai Nitschke (Judas), Markus Beine (Pilatus) und Alex Pawlowski (Petrus). Ergänzt wurde die Gruppe von Römer-Darstellern aus Dortmund und Bielefeld mit historischen Rüstungen und Waffen.

Den musikalischen Part übernahmen Mitglieder des »Ensembles Intermac« der International Musical-Academy in Paderborn. Finanziell unterstützt wurde die Aufführung des Passionsspiels durch den Fonds zur Förderung der christlichen Popularmusik »Sounds Go(o)d«.

Zu Beginn des Gottesdienstes versammelten sich die Gläubigen auf dem Innenhof der Marktkirche, auf dem Dechant Benedikt Fischer die zum Palmsonntag mit Zweigen versorgte Menge segnete. Nach dem gemeinsamen Einzug in die Kirche und der von Daniel Sieveke vorgetragenen Lesung begann das gut einstündige, von meditativen Liedern begleitete Passionsspiel, an dessen Ende auf Applaus verzichtet wurde. Die Kollekte des Gottesdienstes war bestimmt für das Heilige Land.

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