Mittleres Paderquellgebiet: 5,1 Millionen Euro ins Wasser investiert
»Da geht das Herz auf«

Paderborn (WB). Im Herzen von Paderborn sprudelt das Paderwasser aus 200 Quellen – einige neue sind gerade freigelegt worden und präsentieren sich den Besuchern zwischen Paderhalle und Reineke-Mühle. Das Areal das anderthalb Jahre lang neu gestaltet wurde , ist am Freitag offiziell eröffnet worden – mit noch etwas mehr Wasser als erhofft.

Freitag, 26.04.2019, 19:28 Uhr aktualisiert: 26.04.2019, 19:30 Uhr
Für Stefan Buschmeier, Axel Schröder und Dieter Honervogt ist das Mittlere Paderquellgebiet ein Herzensprojekt. Foto: Maike Stahl
Für Stefan Buschmeier, Axel Schröder und Dieter Honervogt ist das Mittlere Paderquellgebiet ein Herzensprojekt. Foto: Maike Stahl

Eröffnung des Paderquellgebietes

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Doch trotz Dauerregens machten sich viele Neugierige auf den Weg in das Mittlere Paderquellgebiet, um die Pader in ihrem neuen, naturnahen und viel geräumigeren Bett zu bestaunen. »Das Wasser spielt hier jetzt wieder die Hauptrolle, die ihm gebührt. Da geht einem das Herz auf«, erfreute sich Dieter Honervogt, stellvertretender Bürgermeister und Vorsitzender des Vereins Freunde der Pader, am Anblick des entfesselten Gewässers.

9000 Liter Paderwasser sprudeln pro Sekunde an die Oberfläche

5,1 Millionen Euro hat die Stadt Paderborn in die Hand genommen, um das 17.000 Quadratmeter große Areal neu zu gestalten. 2,8 Millionen haben Land und Bund beigesteuert. Der größte Batzen, gut 2,1 Millionen, stammt aus dem Bundesprogramm »Nationale Projekte des Städtebaus«, in dem das Mittlere Paderquellgebiet als »Premiumprojekt« geadelt wurde. »Das hat vor allem geophysikalische Gründe. Denn in Paderborn sprudeln pro Sekunde 9000 Liter Wasser an die Oberfläche, das eine enorme Kraft entwickelt«, sagte Karl Jasper, für Städtebauförderung zuständiger Abteilungsleiter beim NRW-Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung. Die Bedeutung dieser Kraft, die direkt aus dem Zentrum der Stadt komme, werde deutlich, wenn man in Schloß Neuhaus sehe, wie träge die Lippe dahinfließe, bis die Pader ihr Schub gebe.

»Um die Innenstadt weiter aufzuwerten, braucht es heute mehr als einen lebendigen Handel. Wohn- und Erholungsraum sind ebenfalls wichtig«, betonte Jasper. Für letzteres biete das Paderquellgebiet ideale Voraussetzungen, um die Paderborn von vielen anderen Städten beneidet werde. Maßnahmen, die aus der Städtebauförderung finanziert wurden, sind die Neugestaltung des Vorplatzes der Paderhalle, die Neugestaltung des Haxthausenhofes zu einer Parkanlage und die Neugestaltung des Inselspitzenweges.

Jetzt fehlt nur noch ein bisschen Grün

Aus dem Topf des Landes für die Gewässerrenaturierung flossen weitere 600.000 Euro in das Mittlere Paderquellgebiet. Dabei geht es unter anderem darum, Gewässer für deren Bewohner wieder durchgängig zu machen und ihnen ihr natürliches Bett zurückzugeben. Das ist im Fall der Paderarme nicht nur deutlich breiter geworden, sondern es sind noch weitere Zuflüsse dazu gekommen. Denn zu den Überraschungen, die während der Bauarbeiten gemeistert werden mussten, zählen auch neue Quellen, die entdeckt und freigelegt wurden.

Möglich gemacht haben das zum Teil auch die Grundstücksbesitzer, die darum am Freitag ebenfalls zur Eröffnung eingeladen waren. Bei Führungen erläuterten Bauleiter Stefan Buschmeier und der städtischer Gewässerfachmann Axel Schröder Ehrengästen und interessierten Besuchern die Einzelheiten des Projekts, das noch nicht ganz abgeschlossen ist. »Es fehlt noch ein bisschen grün. aber das kommt jetzt ganz von alleine«, sagte Buschmeier. In dem neu gestalteten Auenbereich darf sich die Ufervegetation selbst entwickeln, auf den Parkflächen ist der Rasen bereits ausgesät.

Mit einem Fest unter dem Motto »Die Pader neu entdecken« wurde am Nachmittag die erfolgreiche Umgestaltung gefeiert – wenn auch aufgrund des Wetters nicht ganz so bunt und ausgelassen, wie die Stadt sich gewünscht hätte.

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