Do., 16.05.2019

Bündnis für Demokratie und Toleranz lädt für den 24. Mai auf den Marktplatz ein Grundgesetz wird mit Konzert gefeiert

Die Organisatoren (von links): Felix Eggersglüß, Beate Röttger-Liepmann, Adda Schade, Johannes Menze und Rudolf Büker.

Die Organisatoren (von links): Felix Eggersglüß, Beate Röttger-Liepmann, Adda Schade, Johannes Menze und Rudolf Büker. Foto: Dietmar Kemper

Von Dietmar Kemper

Paderborn (WB). Das Grundgesetz ist der Star beim zweiten Konzert des Paderborner Bündnisses für Demokratie und Toleranz. Es wird am 24. Mai auf dem Marktplatz stattfinden und um ein »Europäisches Palaver« als politisches Vorprogramm ergänzt.

Am 24. Mai vor 70 Jahren sei das Grundgesetz verabschiedet worden, begründete der Kreisgeschäftsführer der Grünen, Johannes Menze, am Donnerstag die Wahl des Themas. Musik und politische Statements bildeten eine gute Mischung, um Grundsätze der Demokratie zu vermitteln, ist er überzeugt. Ziel der Kundgebung sei es, »Demokratie in unserer Stadtgesellschaft stark zu machen«.

Bei der Premiere Ende Oktober hatte sich das Bündnis, dem 40 Organisationen und auch Einzelpersonen angehören, für die Freiheit der Kunst eingesetzt. Anlass war wie berichtet die Anzeige der Paderborner AfD gegen die Theaterintendantin Katharina Kreuzhage nach einer umstrittenen Ankündigung des Stücks »Andorra« im Programmheft.

Die Jugend soll zu Wort kommen

Am 24. Mai, zwei Tage vor der Europawahl, soll bewusst die Jugend angesprochen werden. In den Diskussionsrunden »Wie kommen wir zu wirksamem Klimaschutz in Europa?« und »Jugend mischt mit – Einmischungen in die Demokratie« sollen zum Beispiel Vertreter der Protestbewegung »Fridays for Future« zu Wort kommen. Die Auseinandersetzung darüber, ob für den Klimaschutz die Schule geschwänzt werden dürfe, habe die jungen Leute politisiert, freut sich Menze.

Bei der Veranstaltung werden außerdem die Fragen diskutiert, wie sich die Grenzen in Europa überwinden lassen, wie Europa bezogen auf die Arbeitswelt stärker zusammenwachsen kann und ob Religion mit Demokratie vereinbar ist.

 

Büker: »Spalterische Sprüche brauchen wir nicht«

Der DGB-Kreisvorsitzende Rudolf Büker hob gestern hervor, dass das Grundgesetz Menschen in Not Asyl gewähre. Die AfD versuche, einen Keil zwischen Einheimische und Ausländer zu treiben. »Spalterische Sprüche brauchen wir nicht«, betonte Büker. Die damaligen Gastarbeiter seien in die Gesellschaft integriert worden, und das könne mit den Flüchtlingen wieder gelingen. Auch Beate Röttger-Liepmann von der SPD schätzt das Grundgesetz, weil es allen Menschen eine Teilhabe garantiere. Leider werde es Frauen immer noch schwer gemacht, Beruf und Familie miteinander zu vereinbaren.

Bands spielen zwischen 19 und 22 Uhr

Die Veranstaltung wird um 17 Uhr beginnen, die Bands treten zwischen 19 und 22 Uhr auf. Der Träger der Paderborner »Kulturnadel« und Wirt des »Sputnik«, Adda Schade, verpflichtete dafür Bernd Rössler & Friends, Deja Voodoo, Hopo Pongo, Till Otter & The Daydreaming Dinosaurs, Scunks und POK. »Mir war wichtig, dass es genreübergreifend ist und dass man da nicht nur Coverbands auf der Bühne stehen hat«, erläuterte Schade seine Wahl. Die Musiker spielen gratis und stellen sich in den Dienst von »DemokratieLeben#2«.

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