Sa., 25.05.2019

Duo »Reis Against The Spülmachine« parodiert Lieder – Mittwoch Show in Paderborn »Die Songs finden uns«

hilipp Kasburg (rechts) und Onkel Hanke bilden das Duo »Reis Against The Spülmachine«.

hilipp Kasburg (rechts) und Onkel Hanke bilden das Duo »Reis Against The Spülmachine«. Foto: Iris Gobbers

Paderborn (WB). Das Comedy- und Musikduo »Reis Against The Spülmachine« ist am Mittwoch, 29. Mai, um 20 Uhr zu Gast im S-Modul (Kantine) der Firma dSpace. Vorab hat Philipp Kasburg, eine Hälfte des Duos, mit WV-Volontär Lukas Brekenkamp über den kuriosen Namen, ihre Songparodien und eine besondere Idee für den Vatertag gesprochen.

Herr Kasburg, ganz ehrlich: Wie oft mussten Sie den Namen »Reis Against The Spülmachine« schon erklären?

Philipp Kasburg (lacht): Definitiv zu oft. Das gehört schon zu den Frequently Asked Questions (FAQ, häufig gestellte Fragen, Anm. d. Red.). Man spult seine Erklärung dann aber ab.

 

Dann spulen Sie die Erklärung auch für mich ab...

Kasburg: Hanke (die andere Hälfte des Duos, Anm. d. Red.) und ich hatten schon lange bevor es das Duo überhaupt gab, die Idee, den Song »Fight for Your Right« von den Beastie Boys zu parodieren. Und so wurde aus ›You gotta fight for your right to party‹ eben ›You gotta fight for your Reis – Basmati‹. In einer Ankündigung sprach mein Kollege dann von »Reis Against The Machine« in Anlehnung an die Band »Rage Against The Machine« – da kam dann der Reis ins Spiel. Und als wir uns gemeinsam überlegt haben, wie wir unser Projekt nennen können, kam ich mit der Spülmaschine um die Ecke.

 

Ist »Reis Against The Spülmachine« denn eher eine Band, oder ein Comedy-Duo?

Kasburg: Eine Mischung aus beidem. Wir sehen uns irgendwo zwischen Musik und Comedy, weil wir Lieder parodieren. Wenn man einen Auftritt von uns besucht, dann erlebt man eine Art Konzert. Das hat für uns den Vorteil, dass wir vielseitig einsetzbar sind. Uns kann man in eine Comedy-Show einplanen oder auf einem Rock-Festival spielen lassen.

 

Apropos Parodien: Wie entstehen solche Cover-Songs von euch?

Kasburg: Mein Kollege sagt immer gerne: »Wir finden nicht die Songs – sondern die Songs finden uns­.« Es ist in der Regel so, dass man sich das Parodieren selten vornimmt. Man hört eher ein Lied und versteht plötzlich etwas anderes. Als Texter musst du dann gucken, ob das Potential hat und schließlich eine Geschichte drumherum bauen, die eine Pointe hat. Das ist schon fast eine Berufskrankheit: Man hört ein Lied und schon rattert es, was man daraus machen kann. Die besten Ideen entstehen schon fast von selbst.

 

Euer Name und auch viele eurer Songs verraten es: Essen steht gerne mal im Mittelpunkt des Programms. Wieso?

Kasburg: Wir haben uns das nicht vorgenommen. Das Reis-Lied war eben am Anfang. Danach kamen direkt zwei Lieder über Möhren und Sellerie. Wir haben einfach irgendwann das Gefühl gehabt, dass das unser Ding und unser Konzept ist. Wobei man auch sagen muss: Wir sind auf dieses Thema nicht festgelegt. Wir haben auch einige Lieder übers Trinken – auch Alkohol, eben weil wir viele Party-Lieder haben.

 

Gibt es bestimmte Künstler, dessen Songs sich besonders für Parodien anbieten?

Kasburg: Nein, eigentlich nicht. Wir haben aber zum Beispiel zwei ganze Songs von den Ärzten im Programm. Das liegt daran, dass wir lange mit dem Autoren der Ärzte-Biografie auf Tour waren. Wir versuchen aber, dass wir uns nicht nur auf einen Künstler fokussieren. An unseren Konzerten ist nämlich gerade spannend, dass diese eine Reise durch die Rock und Pop-Geschichte sind – ein Soundtrack der vergangenen 70 Jahre. Die Vielfalt ist wichtig: von Elvis Presley bis Shakira.

 

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Am Vatertag treffen wir uns um 9 Uhr am Dom und laufen mit allen, die erscheinen.

Philipp Kasburg

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Gibt es ein Rezept für eine Parodie, die im Kopf bleibt?

Kasburg: Wichtig ist, dass man einen Song nimmt, den genug Leute kennen. Es braucht den Wiedererkennungswert des Originals. Und natürlich ist es wichtig, die Leute zum Lachen zu bringen, eine witzige Geschichte zu erzählen und ein paar lustige Reime einzubauen. Wir haben einen sehr starken Fokus auf deutsche Lieder, dadurch sind die Songs den meisten Zuschauern geläufig.

 

Eine »Reis Against The Spühlmachine«-CD ist nicht im Handel. Soll sich das ändern?

Kasburg: Mit der rechtlichen Lage ist es schwierig, die Parodien zu veröffentlichen. So, wie wir es bei unseren Shows machen, befinden wir uns noch in einer Grauzone. Aber da haben wir uns gut beraten lassen: Wir geben bei der Gema die Urheber an. Der Aufwand, die rechtlichen Fragen mit den Urhebern für eine CD zu klären, war uns immer zu stressig. Dazu kommt, dass Hanke und ich auch keine Lust auf die Studioarbeit haben. Ich zweifel zwar daran, dass wir was veröffentlichen – aber ausgeschlossen ist es nicht. Wir spielen lieber live, und unsere Lieder funktionieren live besser.

 

Sie laden gerne am Tag nach dem Auftritt zum gemeinsamen Laufen mit den Besuchern ein. Wie kam es dazu?

Kasburg: Vor ein paar Jahren wollte mein Kollege abnehmen. Auf Tour haben wir angefangen, Laufen zu gehen. Tagsüber hat man schließlich Zeit. So kam es auch zum neuen Programm-Namen »Die fitteste Band der Welt«. Da wollen wir auch nach jedem Auftritt mit den Leuten laufen gehen. Vielleicht auch mit dem einen oder anderen Guide, um etwas von der Stadt zu sehen. Wir sagen schließlich immer »Tourlaub«.

 

In Paderborn würden Sie am Vatertag loslaufen...

Kasburg (lacht): Wir haben die Aktion »Erst laufen, dann saufen« geplant. Am Vatertag treffen wir uns um 9 Uhr am Dom und laufen mit allen, die erscheinen. Natürlich sind auch die Frauen herzlich eingeladen. Aber: Wir laufen nur. Trinken muss dann jeder später mit seiner Vatertags-Truppe.

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