Do., 13.06.2019

Paderborner Ehrenhauptmann Heinz-Josef Nötges engagiert sich für ältere Schützen Heide-Kompanie lässt die weißen Tiger los

Setzt sich für die Senioren seiner Kompanie und in der Stadtheide ein: Heinz-Josef Nötges, Ehrenhauptmann der Heide-Kompanie. Das neue Emblem mit dem weißen Tiger soll es bald auch als Ärmelabzeichen geben. Eine ganze Reihe von Aktionen sind geplant.

Setzt sich für die Senioren seiner Kompanie und in der Stadtheide ein: Heinz-Josef Nötges, Ehrenhauptmann der Heide-Kompanie. Das neue Emblem mit dem weißen Tiger soll es bald auch als Ärmelabzeichen geben. Eine ganze Reihe von Aktionen sind geplant. Foto: Franz-Josef Herber

Von Franz-Josef Herber

P aderborn (WB). Der Tiger ist weiß und eine Schleife ziert seinen Hals – in Violett. Die Farbe der Heide-Kompanie im Paderborner Bürger-Schützenverein von 1831. Das geschmückte Raubtier ist das neue Symbol der Senioren in der Stadtheide.

Heinz-Josef Nötges ist der Motor der neu ins Leben gerufenen Initiative. Der Ehrenhauptmann der Heide und Ehrensternträger des PBSV hat festgestellt, dass die Senioren-Abteilung mit 206 Mitgliedern zwar die zahlenmäßig stärkste Gruppe der Kompanie ist, die Veranstaltungen allerdings eher unattraktiv seien. Es gäbe, so der 66-Jährige, weder Identifikation mit der Abteilung, Stolz auf das Dabeisein noch persönliches Engagement oder Entwicklungsmotivation. Das soll sich jetzt ändern.

Mehr als ein schlichtes Plauderstündchen

Nach Vorstellungen des langjährigen Hauptmanns, der neun Jahre (2007 bis 2016) die Geschicke der Kompanie bestimmte, sollen sich die Senioren als »weiße Tiger« und siebter Zug der Heide entwickeln. Dabei gelte es, die älteren Schützen, denen sich auch gern Männer und Frauen ohne Uniform über 60 Jahre aus der Stadtheide anschließen können, kontinuierlich zu betreuen, zu unterstützten und zu fordern.

Nötges: »Das ganze Jahr wird durch Begegnungen und gemeinsame Veranstaltungen begleitet.« Dabei führt die Abteilung eine eigene Kasse – ein Teil des normalen Mitgliedsbeitrages – und bildet einen eigenen Vorstand.

Und Nötges stellt sich bei den Aktionen mehr vor als ein schlichtes Plauderstündchen bei Kaffee oder Bier: Seine Ideen sind unter anderem Hausaufgabenbetreuung, Babysitting, Bildung von Fahrgemeinschaften, Gründung eines Beerdigungskomitees, Organisation einen regelmäßigen Mittagstisches, Unterstützung bei Urlaubsplanungen, Ausflüge und Picknicks in der Baude auf dem Schützenplatz.

Im Doppeldeckerbus durch die Stadt

Spektakulärstes Projekt kann dabei wohl zweifellos der Ankauf und die Renovierung eines englischen Doppeldeckerbusses werden, mit dem die Heide-Senioren beim Schützenfest durch die Stadt gefahren werden sollen. Auch ein Kamerastream, um bettlägerigen Schützen die optische Teilnahme am Schützenfest zu ermöglichen, ist in Planung. WhatsApp-Gruppe, Lehrgänge zum Umgang mit Handy und Computer sowie die Erstellung von Broschüren und einer eigenen Internetseite sollen die Schützen auf dem Laufenden ­halten.

Um die Maßnahmen zu verwirklichen und die Projekte mit Leben zu erfüllen, hat Nötges bereits eine Reihe engagierter Schützen um sich geschart: Dazu gehören unter anderem Rainer Tegethoff, Michael Otte, Ferdi Hesse, Andy Picht und Wolfgang Brink. Mitstreiter sind weiterhin willkommen, denn es gibt bereits noch in diesem Jahr genug zu tun: Neben einem Roulette-Abend für den guten Zweck, Dinner in Weiß und einer Herbstwanderung mit Biwak steht im November auch eine Reise nach Mallorca auf dem Programm.

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