Do., 13.06.2019

Bündnis für Demokratie und Toleranz wirbt in Paderborn für offene Gesellschaft Gauland-Auftritt: Gegendemo geplant

Alexander Gauland spricht in Paderborn.

Alexander Gauland spricht in Paderborn. Foto: dpa

Paderborn solle eine weltoffene, solidarische und tolerante Stadtgesellschaft bleiben. Deshalb plant das Bündnis zusammen mit dem Jugendbündnis gegen Rechts (BgR) eine Kundgebung unter dem Motto »Paderborn für eine offene Gesellschaft« mit anschließender Demonstration am Freitag.

»Paderborn ist nicht Gauland. Deshalb ziehen wir eine klare Abgrenzungslinie gegen diejenigen, die mit verfassungsfeindlichen Parolen ein autoritäres und Minderheiten diskriminierendes Gesellschaftsmodell propagieren«, erklärt Johannes Menze, einer der Sprecher des Bündnisses für Demokratie und Toleranz.

»Für die AfD-Tiraden voll verantwortlich«

Als Bundes- und Fraktionsvorsitzender sei Alexander Gauland für die AfD-Tiraden voll verantwortlich. Im Streit um die innerparteiliche Ausrichtung der NRW-AfD positioniere sich Gauland eindeutig auf den völkisch-rechtsextremen Flügel, weil er mit Thomas Röckemann und Christian Blex gemeinsam auftrete. Diese sind aus Sicht von Menze Björn-Höcke-Exponenten in NRW. Thema der AfD-Kundgebung ist: »Alle reden vom Wetter – wir gestalten Politik«.

Mike Adami vom BgR ergänzt: »Wir haben ein breites Spektrum an Themen, welches wir dieser Hetze entgegensetzen: Klimaschutz, Feminismus und Antirassismus – wir sind breit aufgestellt.« Nationalismus sei keine Alternative. Reinhard Menne vom Netzwerk Paderbunt will, »diesen menschenverachtenden Politiker und Hetzer übelster Sorte nebst seinen Anhängern zum Fliegenschiss der Geschichte machen«.

Kundgebung beginnt um 17.30 Uhr

Die Bündniskundgebung beginnt um 17.30 Uhr vor dem Paderborner Rathaus mit politischen Reden vom DGB, Parteien, Jugendorganisationen und der Antifa. Gegen 18 Uhr zieht die Demonstration über die Westernstraße zum Westerntor und dann weiter um die AfD-Kundgebung herum über Bahnhofstraße – Florianstraße – Riemekestraße – Ferdinandstraße – Imadstraße und Friedrichswall zum Westerntor.

Am Westerntor soll zudem in Sicht- und Hörweite zu der AfD-Veranstaltung eine Zwischenkundgebung stattfinden. Das Bündnis hat bei der Polizei 300 bis 500 Teilnehmer angemeldet.

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