Fr., 14.06.2019

Bebauungsplan soll Innenstadtentwicklung in Sennelager sichern Keine Spielhallen und Rotlichtbars

Mit einem neuen Bebauungsplan will die Stadt die Ansiedlung von Spielhöllen und Rotlichtbars verhindern.

Mit einem neuen Bebauungsplan will die Stadt die Ansiedlung von Spielhöllen und Rotlichtbars verhindern. Foto: Jörn Hannemann

Paderborn (WB/mai). Die Stadt möchte planerisch verhindern, dass sich im Ortskern von Sennelager Spielhallen, Rotlichtbars, Swingerclubs oder Sexkinos ansiedeln. Damit soll ein so genannter Trading-Down-Effekt in dem Bereich zwischen Bahnlinie, Bielefelder Straße, Alte Waage und Elisabethstraße verhindert werden.

Reine Sexshops, die in den Bereich des Handels fallen, und Bordelle, die als Gewerbebetriebe behandelt werden, gelten allerdings nicht als Vergnügungsstätte und könnten mit dem geplanten Bebauungsplan »Ortskern Sennelager« nicht verhindert werden.

Das geht aus der Begründung der Verwaltungsvorlage hervor, über die zunächst der Bezirksausschuss Schloß Neuhaus/Sande (Dienstag, 25. Juni, 17 Uhr Verwaltungsnebenstelle) berät und dann der Bauausschuss (Donnerstag, 27. Juni, 17 Uhr, technisches Rathaus) beschließen soll. Neben den vorhandenen Einrichtungen wie Sport- und Schützenhalle, Kita, Kirche und Pfarrheim, Grundschule, Geschäften und Gastronomiebetrieben sowie zwei bereits vorhandenen Vergnügungsstätten gibt es derzeit einige Leerstände und Brachflächen in dem Gebiet. Gleichzeitig werde in Sennelager derzeit viel neuer Wohnraum geschaffen.

»Es besteht jedoch aufgrund der Vorprägung durch vorhandene Spielbetriebe und die Nähe zu der britischen Kaserne die Gefahr, dass sich bei einem Leerstand von Gewerbe- und Einzelhandelsflächen an der Bielefelder Straße Vergnügungsstätten mit unterschiedlicher Ausprägung ansiedeln könnten«, schreibt die Technische Beigeordnete Claudia Warnecke in der Beschlussvorlage. Das könne zu einem erheblichen Störpotential führen.

Mit der Aufstellung des Bebauungsplanes soll die bestehende Struktur daher erhalten und geschützt werden. Musikclubs sollen ebenso wie andere Vergnügungsstätten, die der Geselligkeit dienen, weiter erlaubt bleiben, da sie zu einer Belebung der Innenstadt von Sennelager beitragen könnten. Für die bereits bestehenden Einrichtung gelte Bestandsschutz.

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