Fr., 21.06.2019

Paderborner Krankenhäuser kooperieren in der Pflegeausbildung Gebündelte Expertise

Jürgen Thau (von links), Kaufmännischer Geschäftsführer St.-Vincenz-Krankenhaus GmbH, Andreas Riekötter, Leiter des St.-Vincenz-Campus für Gesundheitsfachberufe Martin Wolf, Vorstandssprecher St. Johannisstift, Jürgen Grosser, Geschäftsführung Bildung und Unternehmensentwicklung St.-Johannisstift freuen sich über die geschlossene Kooperation für die generalistische Pflegeausbildung.

Jürgen Thau (von links), Kaufmännischer Geschäftsführer St.-Vincenz-Krankenhaus GmbH, Andreas Riekötter, Leiter des St.-Vincenz-Campus für Gesundheitsfachberufe Martin Wolf, Vorstandssprecher St. Johannisstift, Jürgen Grosser, Geschäftsführung Bildung und Unternehmensentwicklung St.-Johannisstift freuen sich über die geschlossene Kooperation für die generalistische Pflegeausbildung.

Paderborn (WB). Das Bildungszentrum St. Johannisstift und der St.-Vincenz-Campus für Gesundheitsfachberufe haben erstmalig eine Kooperation in der Pflegeausbildung geschlossen. Sie bündeln damit ihre Expertisen in der Gesundheits- und Krankenpflege, Kinderkrankenpflege und Altenpflege.

»Ab 2020 gibt es die drei verschiedenen Ausbildungsgänge im Bereich Altenpflege, Krankenpflege und Kinderkrankenpflege in der bisherigen Form nicht mehr«, sagt Jürgen Grosser, Geschäftsführung Bildung und Unternehmensentwicklung St.-Johannisstift.

Ausbildung nur noch generalistisch

»Es wird nur noch eine generalistische Pflegeausbildung zur Pflegefachfrau und zum Pflegefachmann geben. Eine Entwicklung, die wir sehr begrüßen.« Martin Wolf, Vorstandssprecher St.-Johannisstift, ergänzt: »Wir freuen uns sehr, dass wir dies gemeinsam mit dem St.-Vincenz-Campus für Gesundheitsfachberufe realisieren können.«

Pflegeausbildung

»Generalistische Pflegeausbildung« meint eine neue zeitgemäße Pflegeausbildung, die die bisherigen Ausbildungen der Alten-, Kranken- und Kinderkrankenpflege verbindet. Mit dem neuen Berufsabschluss »Pflegefachfrau« oder »Pflegefachmann« können die examinierten Fachkräfte in allen Pflegebereichen arbeiten. Geregelt ist die generalistische Ausbildung im Pflegeberufereformgesetz. Die neue Ausbildungsform gibt es ab Januar 2020. Der Ausbildungsstart im St.-Johannisstift ist am 1. März und 1. September 2020 und am St.-Vincenz-Campus für Gesundheitsfachberufe am 1. April und 1. Oktober 2020. Bewerbungen per Mail an pflegeausbildung@johannisstift.de oder im Internet www.vincenz.de/karriere

Zwischen den beiden Unternehmen wurde ein Kooperationsvertrag geschlossen, der den zukünftigen Auszubildenden eine hochqualifizierte Ausbildung in den drei unterschiedlichen Pflegeschwerpunkten ermöglicht.

»An unserer Kooperation gefällt mir besonders, dass wir die Stärken der beiden Ausbildungsstätten zusammenbringen«, erklärt Jürgen Thau, Kaufmännischer Geschäftsführer der St.-Vincenz-Krankenhaus GmbH. »Denn die Auszubildenden werden in der praktischen Ausbildung wechselseitig eingesetzt, um den Praxiseinsatz in allen geforderten Pflegeschwerpunkten zu ermöglichen – auch wenn dieser nicht zum Leistungsportfolio des jeweiligen Hauses gehört.«

Azubis im Austausch

So würden Auszubildende vom St.-Vincenz-Campus ihre praktischen Einsätze in den diversen stationären und ambulanten Einrichtungen der Altenhilfe sowie der häuslichen Kranken- und Altenpflege des St. Johannisstift absolvieren. Im Gegenzug können die St.-Johannisstift-Azubis ihre praktischen Erfahrungen in der stationären Akutpflege im St.-Vincenz-Krankenhaus sammeln.

»Darüber hinaus werden die Lehrer beider Ausbildungsstätten im theoretischen Bereich nach einem gemeinsamen Konzept unterrichten und sich in den bisher unterschiedlichen Lehrinhalten austauschen und unterstützen«, ergänzt Andreas Riekötter, Leiter des St.-Vincenz-Campus für Gesundheitsfachberufe. »Die Ziele der Kooperation gehen jedoch über die Ausbildungseinsätze hinaus.

Auch gemeinsame Infoveranstaltungen und Exkursionen mit den Auszubildenden sind zukünftig vorstellbar. Zudem wird es eine enge Zusammenarbeit im Bereich der Fort- und Weiterbildung der Pflegefachkräfte geben und wir wollen uns gegenseitig unterstützen, um Auszubildende zu gewinnen und Kooperationspartner nachhaltig zu binden«, so Riekötter.

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