Sa., 29.06.2019

Förderverein Nationalpark Senne nimmt Ministerpräsident beim Wort Laschet soll Zeichen setzen

Fahrradfahrer in der Senne.

Fahrradfahrer in der Senne. Foto: Jörn Hannemann

Von Maike Stahl

Paderborn (WB). Der Förderverein Nationalpark Senne-Eggegebirge unterstützt den Antrag der NRW-Grünen, dass die Ausweisung der Senne zum zweiten Nationalpark in NRW als Ziel im Landesentwicklungsplan (LEP) erhalten bleiben soll.

»Wir hatten uns selbst bereits Anfang Juni in dieser Angelegenheit noch einmal direkt an Ministerpräsident Armin Laschet gewandt«, berichtet die Fördervereinsvorsitzende Erdmute von Voi­thenberg: »Bisher haben wir allerdings leider keine Antwort aus der Staatskanzlei erhalten.«

Schon die Jahreshauptversammlung des Fördervereins Nationalpark hatte im Mai einstimmig eine Resolution verfasst, in der sie fordert, die auf dem Truppenübungsplatz erhaltene Sennelandschaft zum Nationalpark zu machen.

Höchste Auszeichnung für eine Landschaft

Denn dies sei neben der Anerkennung als Unesco-Weltnaturerbe die weltweit höchste Auszeichnung, die für eine Landschaft vergeben werden könne, schreibt der Förderverein an Laschet. Der LEP sei das geeignete Instrument, um langfristige Planungs- und Investitionssicherheit zu geben. Schließlich hätten alle in Deutschland ausgewiesenen Nationalparke erhebliche positive regionalökonomische Auswirkungen gezeigt.

Der Förderverein bezieht sich in seinem Schreiben außerdem auf die Äußerungen von Laschet im Rahmen der Artenschutzkonferenz des Landes, dass NRW eine Vorreiterrolle im Klima-, Insekten- und Artenschutz spielen soll. »Das begrüßen wir außerordentlich!« Schließlich sei es sein persönlicher Anspruch als Vorreiterland in Deutschland zu zeigen, dass erfolgreicher Klima- und Artenschutz und ein starker Wirtschaftsstandort miteinander verbunden werden könnten.

Biodiversität und Artenschutz

»In welcher Gesamtplanung kann dies besser zum Ausdruck gebracht werden, als im Landesentwicklungsplan NRW mit den landesweiten Zielen für die langfristige Entwicklung des Landes auf der Ebene der Raumordnung und Landesplanung«, heißt es in dem von Erdmute von Voithenberg und ihrem Vorstandskollegen Dr. Thomas Steinlein unterzeichneten Brief.

In Sachen Biodiversität und Artenschutz nähmen sie Armin Laschet daher beim Wort und fordern ein, dass er persönlich vor der für Juli geplanten Verabschiedung des geänderten LEP noch veranlasse, dass die Zieloption des zweiten Nationalparks für NRW in der Senne beibehalten werde.

Einen entsprechenden Antrag hat auch der Landesvorstand der Grünen NRW in seiner Vorstandssitzung am Montag in NRW verabschiedet. Dazu soll außerdem namentliche Abstimmung beantragt werden, um deutlich zu machen, wer sich zum Natur- und Artenschutz in NRW bekenne.

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