Britisches Instandsetzungsbataillon aus Paderborn erhält Fahnenband
Abschied mit besonderen Ehren

Paderborn (WB). Sie haben viele Panzer und Lastwagen repariert, aber jetzt braucht die britische Armee das Instandsetzungsbataillon in Deutschland nicht mehr. »In Paderborn werden Sie immer einen Platz in unseren Herzen haben«, versprach Bürgermeister Michael Dreier aber, dass die Soldatinnen und Soldaten nicht ganz vergessen werden.

Dienstag, 09.07.2019, 18:33 Uhr
Mit einer Parade vor dem Schloss ziehen die britischen Soldaten einen Schlussstrich unter ihre Zeit in Deutschland. Die Einheit war 24 Jahre lang in Paderborn stationiert. Foto: Oliver Schwabe
Mit einer Parade vor dem Schloss ziehen die britischen Soldaten einen Schlussstrich unter ihre Zeit in Deutschland. Die Einheit war 24 Jahre lang in Paderborn stationiert. Foto: Oliver Schwabe

Fahnenbandverleihung und Abschiedsparade des 3 Armoured Close Support Battalion

1/22
  • Foto: Oliver Schwabe
  • Foto: Oliver Schwabe
  • Foto: Oliver Schwabe
  • Foto: Oliver Schwabe
  • Foto: Oliver Schwabe
  • Foto: Oliver Schwabe
  • Foto: Oliver Schwabe
  • Foto: Oliver Schwabe
  • Foto: Oliver Schwabe
  • Foto: Oliver Schwabe
  • Foto: Oliver Schwabe
  • Foto: Oliver Schwabe
  • Foto: Oliver Schwabe
  • Foto: Oliver Schwabe
  • Foto: Oliver Schwabe
  • Foto: Oliver Schwabe
  • Foto: Oliver Schwabe
  • Foto: Oliver Schwabe
  • Foto: Oliver Schwabe
  • Foto: Oliver Schwabe
  • Foto: Oliver Schwabe
  • Foto: Oliver Schwabe

Höchste Auszeichnung der Bundesrepublik für eine militärische Einheit

Das 3. Armoured Close Support Battalion Royal Electrical and Mechanical Engineers wurde am Dienstag vor dem Barockschloss Neuhaus verabschiedet – und das mit besonderen Ehren. Torsten Gersdorf, Chef des Landeskommandos NRW der Bundeswehr, verlieh der Truppe das Fahnenband der Bundesrepublik Deutschland. »Es ist die höchste Auszeichnung Deutschlands für eine militärische Einheit«, betonte er und machte damit die Wertschätzung für die Briten deutlich. »In der Zeit des Kalten Krieges waren Sie immer bereit und willens, Deutschland und Westeuropa gegen den Warschauer Pakt zu verteidigen«, erinnerte Gersdorf. Vermutlich war es die letzte Fahnenbandverleihung an eine britische Einheit in Deutschland.

Angesichts der Spannungen zwischen Putin, Trump und westeuropäischen Staaten droht der Kalte Krieg zurückzukehren, aber trotzdem sollen die Soldaten und ihre Familien, insgesamt 330 Personen, nach England zurückkommen. Das hat die Regierung in London schon vor Jahren beschlossen.

Bataillon war 24 Jahre lang in Paderborn stationiert

Das Instandsetzungsbataillon, das in Afghanistan, im Irak und in Somalia zum Einsatz kam, wird nach Tidworth in Südengland verlegt. Im September soll es dort seinen Dienst aufnehmen. Nimmt man die Vorläufereinheit (4. Armoured Workshop REME) hinzu, waren die britischen Soldaten seit 70 Jahren in Deutschland. Das am Dienstag geehrte Bataillon befindet sich seit 24 Jahren in Paderborn, stationiert in der Barker-Kaserne.

150 Soldaten traten am Nachmittag zur Parade auf dem Schlosshof an, die Band of the Prince of Wales’s Division umrahmte die Zeremonie musikalisch. Der Kommandeur der britischen Streitkräfte in Deutschland, Brigadier Richard Clements, lobte die Gastgeber: »Das Willkommen der Menschen in Paderborn war immer warm.« Er wünschte ihnen Erfolg und Frieden und versprach, die Soldaten blieben Paderborn herzlich und voller Respekt verbunden.

Landrat: »Wir werden euch vermissen, Gott möge euch beschützen«

Landrat Manfred Müller erinnerte daran, dass die Soldaten des Bataillons enge Beziehungen zu den Neuhäuser Schützen geknüpft hätten und betonte: »Wir werden euch vermissen, Gott möge euch beschützen.« Bürgermeister Dreier brachte die erfreuliche Wende in den deutsch-britischen Beziehungen so auf den Punkt: »Gegner wurden zu Alliierten, Fremde zu Freunden.«

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.
 
https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6766383?categorypath=%2F2%2F2158585%2F2158590%2F2198384%2F2198401%2F2512560%2F
Anklage fordert zehn Jahre Haft
Seit Dezember müssen sich Ismet A. (32, vorne) und sein Bruder Ferhan (34) vor der 1. Großen Strafkammer des Landgerichts Bielefeld verantworten. Die Staatsanwaltschaft will sie für zehn beziehungsweise neuneinhalb Jahre hinter Gittern sehen. Foto: David Inderlied
Nachrichten-Ticker