Do., 11.07.2019

Trockener Juni macht Bauern im Kreis Paderborn zu schaffen Landwirte hoffen auf reichlich Regen

Ferdinand Falke (vorne) und Johannes Giesguth hoffen in den nächsten Wochen auf reichlich Regen. Immerhin war der Juni sehr heiß – und dadurch sehr trocken.

Ferdinand Falke (vorne) und Johannes Giesguth hoffen in den nächsten Wochen auf reichlich Regen. Immerhin war der Juni sehr heiß – und dadurch sehr trocken. Foto: Oliver Schwabe

Von Lukas Brekenkamp

Paderborn (WB). Nach dem Dürrejahr 2018 hoffen die Landwirte im Kreis Paderborn auf ein besseres Jahr 2019. Doch die Landwirte sind nach den vergangenen heißen Wochen gewarnt: »Wir brauchen Wasser!«, betonen Kreislandwirt Johannes Giesguth und Ferdinand Falke, Pflanzenberater der Kreislandwirtschaftskammer.

»Landwirtschaft ist ein Auf und Ab«, sagt Giesguth. »Die Sorge ist berechtigt, dass es so ein Dürrejahr wie 2018 nicht nochmal gibt.« Gemeinsam mit Ferdinand Falke zieht Giesguth Bilanz. Immerhin habe die Getreideernte bereits begonnen – es werde gedroschen. »Getreide bleibt das Symbol für Nahrung«, betont Giesguth. Im September des vergangenen Jahres hätten die Bauern ihr Wintergetreide ausgesät. »September und Oktober waren aber schon sehr trocken«, sagt Ferdinand Falke. Aber: »Das Getreide ist gut über den Winter gekommen«, meint Johannes Giesguth.

In den ersten Monaten des Jahres sei man sich sicher gewesen: »Es wird eine tolle Ernte«, erzählt Giesguth zurückblickend. Die trockenen Monate im Juni und Juli hätten jedoch dafür gesorgt, dass schon jetzt abgeerntet werde. Mit der Wintergerste sei man derweil zufrieden. Sowohl die Menge als auch die Qualität sei laut Ferdinand Falke durchschnittlich.

Neben der Gerste wird im Kreis vor allem auch Winterweizen ausgesät: »Unsere Sorge ist, wie es mit dem Winterweizen weitergeht«, sagen Falke und Giesguth mit Blick auf den angesprochenen Wassermangel durch die heißen Wochen sowie auf die Triticale. »Wir hoffen nicht, dass es ein weiteres Jahr gibt wie 2018.« Auch mit Blick auf beispielsweise Kartoffeln machen die beiden klar: »Wir brauchen Wasser, um ordentliche Erträge zu generieren.«

Ferdinand Falke erklärt: »Ab einer Höhe von 300 Metern ist das Weizen zurzeit noch einigermaßen Grün.« Aber: »In der Hälfte des Kreisgebietes – nämlich in den tieferen Lagen – ist die Ernte in der Abreife.« Ferdinand Falke befürchtet, dass durch die Hitze ein Minus von 10 bis 20 Prozent »bei Weizen und Triticale in der Niederung« entstehen könnte.

Positiv allerdings: In diesem Jahr sei laut Ferdinand Falke der Plizkrankheitsbefall beim Getreide gering – ein kleiner, aber angenehmer Nebeneffekt der Hitzephase.

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