Fr., 19.07.2019

Tschetschenisches Brüder-Paar soll auch bei Werder Bremen gearbeitet haben Mutmaßliche Salafisten in Stadion-Security beim SC Paderborn

Im Bereich der Benteler-Arena sollen die beiden Brüder mit Kontakten zu gewaltbereiten Islamisten als Sicherheitskräfte gearbeitet haben.

Im Bereich der Benteler-Arena sollen die beiden Brüder mit Kontakten zu gewaltbereiten Islamisten als Sicherheitskräfte gearbeitet haben. Foto: Jörn Hannemann

Paderborn/Bremen (WB/cbr/dpa). Beim Bundesliga-Aufsteiger SC Paderborn sind wohl zwei Sicherheitskräfte mit Kontakten zu gewaltbereiten Islamisten tätig gewesen. Zwei Brüder sollen noch bis vor kurzem für eine Paderborner Sicherheitsfirma gearbeitet haben, die für die Sicherheit in mehreren Bundesliga-Stadien zuständig ist.

Auch bei Werder Bremen soll das tschetschenische Brüder-Paar gearbeitet haben. Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen. Die beiden tschetschenischen Brüder hatten auf einem Instagram-Account Fotos von sich in den Bundesliga-Stadien gepostet. Sie sollen schon als Jugendliche Kontakt zu Islamistenkreisen gehabt haben. Die Brüder haben demnach für ein Sicherheitsunternehmen in Paderborn gearbeitet und sind zudem nach Angaben von Werder Bremen über ein Subunternehmen auch im Bremer Weserstadion tätig gewesen.

Polizei ermittelt, Staatsschutz ist informiert

Beide Klubs haben den Vorfall vor einigen Wochen der Polizei gemeldet, die in dem Fall derzeit ermittelt. Dies bestätigten die Vereine am Freitag. Auch der Staatsschutz sei informiert worden. Der WDR hatte zuerst darüber berichtet. Demnach soll einer der Brüder bereits 2015 auffällig geworden sein, weil er Sympathien für das Attentat auf die französische Satirezeitschrift »Charlie Hebdo« gehegt habe.

SCP-Sprecher: Austausch mit Sicherheitsunternehmen

»Wir haben vor einigen Wochen von dem Thema Kenntnis erlangt und dies umgehend geprüft. Es gab dabei auch einen Austausch mit der Polizei und dem Sicherheitsunternehmen«, sagte Paderborns Pressesprecher Matthias Hack. »Wir haben festgestellt, dass die Beiden seit längerer Zeit nicht mehr hier im Einsatz waren. Die weiteren Ermittlungen sind Sache der Polizei.«

Bei vier Werder-Spielen im Einsatz gewesen

Werder Bremens Kommunikationschef Michael Rudolph bestätigte, dass die beiden Ordnungskräfte nach Überprüfung der »üblichen Informationen über durchgeführte Sicherheits-Checks« bei vier Spielen in Bremen im Einsatz gewesen sind. »Der SV Werder hatte sämtliche, gesetzlich möglichen Überprüfungen ausgeschöpft«, erklärte Rudolph. Danach haben die Hanseaten neben der Polizei auch »den DFB informiert«. »Die beiden Männer sind nach unseren Informationen nicht mehr bei dem Sicherheitsdienst tätig«, betonte Rudolph.

 

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