Mi., 14.08.2019

Prüfung durch das Verteidigungsministerium soll erst Ende Oktober abgeschlossen sein Barker-Kaserne: Entscheidung verzögert sich

Die Entscheidung über die künftige Nutzung der Barker-Kaserne verzögert sich. Die Stadt favorisiert klar eine zivile Zukunft.

Die Entscheidung über die künftige Nutzung der Barker-Kaserne verzögert sich. Die Stadt favorisiert klar eine zivile Zukunft.

Paderborn (WB/itz). Das Verteidigungsministerium will sich nun bis Ende Oktober Zeit nehmen, um die künftige Nutzung der Barker-Kaserne an der Driburger Straße zu überprüfen. Das setzt die Stadt unter enormen Zeitdruck: Sie hatte gehofft, schon Ende August eine Entscheidung zu bekommen, um die zivile Nachfolgenutzung weiter planen zu können.

Staatssekretär Gerd Hoofe vom Bundesministerium der Verteidigung hatte in der vergangenen Woche der Verwaltung mitgeteilt, dass die Überprüfung, ob die Kaserne möglicherweise auch durch die Bundeswehr weiter genutzt werden kann, mehr Zeit benötigen werde. Die Stadt hatte im Juli dem Ministerium ihre weit gediehenen Konversionspläne für die Kaserne mitgeteilt und die Bedeutung für den Standort Paderborn dargelegt.

»Wir verstehen das Schreiben des Ministeriums als Unterstützung unserer Interessen an einer zivilen Nachnutzung des Areals Barker. Wir hätten uns allerdings gewünscht, zeitnah die abschließende Bestätigung dafür zu erhalten«, teilte Bürgermeister Michael Dreier am Mittwoch auf Anfrage mit. Er hatte bereits in der vergangenen Woche die Fraktionen über das aktuelle Schreiben informiert.

Projekt soll 20 Millionen-Euro-Förderung bekommen

Wie berichtet, ist auf dem Gelände der Barker-Kaserne unter anderem ein sogenannter Akzelerator geplant. Als Gewinnerin des Wettbewerbs »Exzellenz Start-Update Center.NRW« erhält die Uni Paderborn 20 Millionen Euro für die Entwicklung und Förderung von Start-ups. Mit dem Projekt »Akzelerator.OWL« soll auf dem Kasernen-Gelände ein Vorhaben entstehen, das in Form einer hochmodernen Immobilie die Funktionen eines Start-up-Hotspots vereint. »Wir werden weiter gemeinsam mit der Universität mit Hochdruck an der Umsetzung der Projekte für die Nachnutzung der Kaserne arbeiten«, sagte die für die Konversion zuständige Technische Beigeordnete der Stadt, Claudia Warnecke.

Der Rat hatte sich schon vor geraumer Zeit gegen eine weitere militärische Nutzung der im Stadtgebiet integriert gelegenen Barker Kaserne an der Driburger Straße und Dempsey in Schloß Neuhaus nach der Freigabe durch die britischen Streitkräfte durch die Bundeswehr ausgesprochen. Auch das Bundesverteidigungsministerium hatte im Vorfeld in mehreren Schreiben bekräftigt, dass keine Absicht der Bundeswehr bestünde, britische Kasernen nachnutzen zu wollen. Im Vertrauen darauf hatte die Stadt mit der konkreten Planung begonnen.

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