Do., 12.09.2019

Sanierung und Umbau laufen bis Mitte 2021 Zehn Bewerber für das Rathaus

Zwei weitere Jahre wird der Keller des Rathauses ungenutzt bleiben. Allerdings gibt es zehn potenzielle Betreiber. Mehr als drei Millionen Euro will die Stadt investieren.

Zwei weitere Jahre wird der Keller des Rathauses ungenutzt bleiben. Allerdings gibt es zehn potenzielle Betreiber. Mehr als drei Millionen Euro will die Stadt investieren. Foto: Ingo Schmitz

Von Ingo Schmitz

Paderborn (WB). Von klassischer bis hin zu Eventgastronomie reichen die Ideen für die künftige Nutzung des Paderborner Ratskellers. Zehn Interessenten haben der Stadt Paderborn inzwischen ihre Vorstellungen zur Nutzung der Räume unterbreitet. Bis November will sich die Stadt auf einen Pächter festgelegt haben.

Was konkret im Untergeschoss des repräsentativen Gebäudes künftig passieren wird, ist weiterhin fraglich. Fest steht aber nun der Zeitplan, wie Sören Lühr als Leiter des Paderborner Gebäudemanagements (GMP) den Mitgliedern des Betriebsausschusses mitteilte.

Bislang erledigt sind demnach der Ausbau der Küche und die Untersuchung der technischen Gebäudeausrüstung. Demnach gibt es nicht nur Feuchteschäden aufgrund eines alten Leitungsbruchs, sondern auch Probleme mit der Elektro-Hauptverteilung, wie Lühr sagte. Sie müsse erneuert werden. Außerdem müsse zwingend ein zweiter Nebeneingang geschaffen werden, der auch als Rettungsweg dienen soll, sagte der GMP-Chef.

Bewerber kommen aus dem Großraum OWL und aus Paderborn

Bis Juli dieses Jahres lief nach der Ausschreibung im Frühjahr das so genannte Interessenbekundungsverfahren, bei dem potenzielle Betreiber ihre Konzepte vorlegen konnten. »Die Bewerber kommen aus dem Großraum OWL. Es sind aber auch ortsansässige Gastronomen dabei«, erläuterte Lühr die Resonanz. Ein fertiges, unterschriftsreifes Konzept sei nicht dabei gewesen. Wie die Stadt die Bewerbungen im einzelnen sieht, das wurde den Mitgliedern des Betriebsausschusses im nichtöffentlichen Teil der Sitzung mitgeteilt. Hier gehe es um die schützenswerten Interessen der Bewerber, hieß es.

Bis November will der GMP aus den zehn Bewerbungen nicht nur einen geeigneten Pächter ausgesucht haben, sondern auch die Vorplanung erledigen. Die konkrete Planung soll im Sommer 2020 abgeschlossen sein, verriet Lühr. Danach schließt sich die reine Bauzeit an. Diese wird mit einem Jahr kalkuliert. Sollte alles reibungslos laufen, könnte der Betreiber im Sommer 2021 den neuen Ratskeller eröffnen.

Die Grünen hatten zuvor angeregt, den Leerstand im Rathaus für den Verein Zwischenstand zu nutzen. Dieser muss bis Ende September aus seinem jetzigen Domizil auf den Königsplätzen ausziehen. Daher böte sich die Lösung mit dem historischen Rathaus theoretisch an. Sören Lühr erteilte dem Ansinnen der Grünen jedoch eine klare Absage. Auch wenn es sich lediglich um eine Zwischenlösung handele, müssten dafür Investitionen getätigt werden. »Für eine Zwischennutzung gibt es außerdem keine Zeit«, machte der GMP-Chef deutlich. Für den Verein müsse eine andere Nutzungsalternative gefunden werden.

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