Mi., 10.07.2019

Projekt »Integration durch Mobilität« der Bürgerstiftung Paderborn feiert Geburtstag Selbstvertrauen auf zwei Rädern

In fünf Jahren haben mehrere Hundert Kinder vom Projekt Integration durch Mobilität profitiert. Am Bonifatius-Förderzentrum haben die Verantwortlichen Bilanz gezogen.

In fünf Jahren haben mehrere Hundert Kinder vom Projekt Integration durch Mobilität profitiert. Am Bonifatius-Förderzentrum haben die Verantwortlichen Bilanz gezogen. Foto: Maike Stahl

Paderborn (WB/mai). Die Bürgerstiftung Paderborn hilft geflüchteten Kindern und Jugendlichen seit fünf Jahren aufs Rad und gibt ihnen so ein Stück Mobilität und Selbstvertrauen zurück. Im Bonifatius-Förderzentrum, wo das Projekt gestartet ist, haben die Verantwortlichen eine Zwischenbilanz gezogen.

»Unsere Leitidee war und ist, dass Mobilität die kulturelle Teilhabe von Geflüchteten, insbesondere von Kindern und Jugendlichen, nachhaltig fördern kann«, erläutert Projektleiter Georg Israel die Intention der Bürgerstiftung. So werde die Selbstständigkeit und damit auch das Selbstvertrauen der jungen Menschen gestärkt.

Denn sie lernen an je zwei Tagen nicht nur Radfahren und die Verkehrsregeln, sondern auch, wie man sein Fahrrad flickt und das Licht repariert, sowie Erste-Hilfe-Maßnahmen, falls es doch mal zu einem Sturz kommen sollte. »Möglich ist das dank unserer Kooperationspartner, der Kreispolizeibehörde, dem Malteser Hilfsdienst und der Stiftung Bildung und Handwerk mit ihrer Radstation«, dankt Bürgerstiftungs-Vorsitzender Elmar Kloke allen Beteiligten für ihr Engagement.

Wie wichtig dieses für die Kinder ist, macht die Leiterin des Bonifatius-Förderzentrums Barbara Göke deutlich: »Ich hätte das Projekt gerne jedes Halbjahr für zwei Gruppen, weil ich mir große Sorgen um die Sicherheit der Kinder im Straßenverkehr mache.« Doch bevor diese von dem Fahrradtraining profitieren können, müssen sie erst einmal genug Deutsch verstehen. »Das ist eine Herausforderung für die Kollegen in den Basisklassen, obwohl wir extra entsprechendes thematisches Material angeschafft haben«, berichtet Göke. Auch fünf Fahrräder hat das Förderzentrum erworben, die sie den Kindern bei Bedarf auch leihweise zur Verfügung stellt.

Stephan Nulpa von der Radstation leitet den Technikunterricht. »Dafür sind die Kinder ganz schnell zu begeistern – die Mädchen sind übrigens besonders fasziniert.« Die Bürgerstiftung selbst hat für das Projekt, das in mehreren Schulen verortet ist, 20 Fahrräder, Helme und Sicherheitswesten angeschafft. »Genau das macht unsere Arbeit aus: Verantwortung für das Gemeinwesen zu übernehmen und Menschen zusammenzuführen, die etwas verändern wollen«, sagt Kloke.

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