Do., 12.09.2019

Auf Klimaanlagen will die Stadt verzichten, um den Ausstoß von CO2 nicht zu erhöhen Kaum Hitzeschutz für Schüler möglich

An wie vielen Tagen die Paderborner Schüler Hitzefrei hatten, wird derzeit mit dem Schulverwaltungsamt geklärt.

An wie vielen Tagen die Paderborner Schüler Hitzefrei hatten, wird derzeit mit dem Schulverwaltungsamt geklärt. Foto: dpa

Paderborn (WB/itz). Wie schützt die Stadt Paderborn die Schulgebäude vor Hitze und was wird aktiv an Hitzetagen unternommen? Das wollte die SPD im Paderborner Stadtrat nach den Spitzen-Temperaturwerten der vergangenen Wochen wissen und hat jetzt die Antwort vom Gebäudemanagement (GMP) erhalten. Klare Aussage: Auf den Einsatz von Klimaanlagen soll zum Schutz der Umwelt verzichtet werden.

GMP-Chef Sören Lühr berichtete, dass man gemeinsam mit dem Schulverwaltungsamt dabei sei, die Hitzefrei-Tage zu ermitteln. Dies sei notwendig, um über weitere Maßnahmen zu sprechen. An absehbaren Hitzetagen habe man die Hausmeister im Vorfeld dazu angehalten, schon früh morgens in den Schulen die Fenster für eine Querlüftung zu öffnen.

Klassenräume mit Sonnenschutz ausgestattet

Außerdem, so betonte Lühr, seien sämtliche Klassenräume mit Sonnenschutz ausgestattet. Größere Probleme gebe es allerdings bei den Container-Schulräumen, die sich sehr stark aufheizten. Neben dem Querlüften habe man auch Ventilatoren eingesetzt – auch wenn diese die Temperaturen nicht abkühlen könnten.

Auf die Frage, ob an manchen Gebäuden eine Fassadenbegrünung helfen könne, das Erhitzen der Räume zu reduzieren, sagte Lühr, dass eine Begrünung wenig Einfluss habe. Eher seien Bäume als Schattenspender sinnvoll. Hier bestehe aber wiederum das Pro­blem, dass sie nicht zu nah ans Gebäude gepflanzt werden dürften. Bei Neubauten an Schulen werde aber stets darauf geachtet, dass ein sommerlicher Wärmeschutz berücksichtigt werde, erklärte der Leiter des GMP.

Temperaturmessungen sind Sache der Schule

Auf Klimaanlagen wolle man nach Möglichkeit verzichten, sagte Lühr. Wer den Ausstoß von CO 2 reduzieren wolle, der könne nicht im Gegenzug stromfressende Anlagen einsetzen.

Temperaturmessungen in Klassenräumen seien übrigens Sache der Schule. Die SPD hatte im Vorfeld darauf aufmerksam gemacht, dass die Wetterextreme der jüngsten Vergangenheit vor allem die Schüler und Lehrer belaste – auch gesundheitlich. Nicht immer könnten diese Belastungen durch Unterrichtsbefreiung kompensiert werden, meint die SPD.

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