Fr., 13.09.2019

Foodsharing-Gemeinschaft macht in Paderborn gegen Verschwendung mobil Die Lebensmittelretter

Machen auf die Aktion aufmerksam (von links): Stefanie Kersting (Foodsharing, Arbeitsgruppe Fairteiler), Philip Pöschl (Verwaltungsleiter der KatHo), Lisa Kieselmann (Projektkoordination) und Stefan Heid (Foodsharing, Arbeitsgruppe Fairteiler).

Machen auf die Aktion aufmerksam (von links): Stefanie Kersting (Foodsharing, Arbeitsgruppe Fairteiler), Philip Pöschl (Verwaltungsleiter der KatHo), Lisa Kieselmann (Projektkoordination) und Stefan Heid (Foodsharing, Arbeitsgruppe Fairteiler).

Paderborn (WB). Food­sharing ist eine internationale Gemeinschaft, die es sich zum Ziel gemacht hat, etwas gegen Lebensmittelverschwendung und für die Schonung von Ressourcen zu unternehmen. Mit einer Aktion soll in Paderborn auf die Plattform ( www.foodsharing.de ) aufmerksam gemacht werden.

Den Foodsharing-Bezirk Paderborn gibt es seit 2014. Er besteht mittlerweile aus einem Team von 118 Mitstreitern, die bei verschiedenen Kooperationspartnern, wie zum Beispiel Edeka, regelmäßig überschüssige, nicht mehr verkäufliche, aber noch verwertbare Lebensmittel abholen, die dann zum Eigengebrauch behalten oder an Bekannte weiter verteilt werden. Anfangs bestand das Team noch größtenteils aus Studenten, mittlerweile ist es bunt gemischt.

Im Vordergrund steht das Retten von Lebensmitteln und nicht das Helfen bei Bedürftigkeit, weshalb bei Foodsharing jeder und unabhängig seines Einkommens und sozialen Status’ mitmachen kann. Dort, wo die Tafel aktiv ist, halte sich die Initiative zurück, betont Stefanie Kersting von Foodsharing. »Im Gegenteil: In vielen größeren Städten arbeiten Foodsharing und die Tafel Hand in Hand miteinander, denn da Foodsaver auch sonntags oder abends Lebensmittel abholen, können sie eine sinnvolle Ergänzung zur Tafel sein.«

Katholische Hochschule richtet »Fairteiler« ein

Da bei einigen Kooperationspartnern große Mengen an Lebensmitteln abgeholt werden, die den Eigengebrauch übersteigen und das Weiterverteilen oftmals mit großem, logistischen Aufwand verbunden ist, ist ein sogenannter »Fairteiler« eine hilfreiche Einrichtung, Lebensmittel ohne viel Aufwand weiter zu verteilen. Bei einem Fairteiler handelt es sich um einen Kühlschrank und ein Regal, in das überschüssige, nicht mehr verkäufliche Lebensmittel gelegt und von Interessierten entnommen werden können.

Vor diesem Hintergrund freuen sich die Aktiven der Foodsharing-Gruppe Paderborn über die Möglichkeit, in der mittlerweile Ökoprofit-zertifizierten Katholischen Hochschule (KatHo) einen solchen Fairteiler eröffnen zu dürfen. Die Einweihungsfeier findet am Samstag, 14. September, auf dem Gelände der KatHo statt. Dort wird es unter anderem eine Lebensmittel-Verteilaktion und zahlreiche Informationen zum Foodsharing geben.

Ein weiterer Fairteiler ist für Frühjahr nächsten Jahres in einer anderen großen Paderborner Einrichtung geplant, kündigen die Sprecher der Gruppe an. Auch dieser sei dringeng nötig, da die Anzahl der Foodsaver stetig steige. Weitere Informationen zu dem Thema erhalten Interessierte im Internet und auf Facebook (»Foodsharing Paderborn«).

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